Lexikon

heilig

in allen Religionen die nur religiös erfassbare Wirklichkeit des Göttlichen in seiner Eigenart und radikalen Andersheit gegenüber dem Profanen. R. Otto prägte in seinem Buch „Das Heilige“ (1917) zur Kennzeichnung des spezifischen Wesens der Gottheit den Begriff das Numinose, das seitens der Menschen erlebt wird als mysterium tremendum („Zittern erregendes Geheimnis“), als fascinans („das Anziehende, Beglückende“) und als augustum („erhabener Wert“), dem gegenüber der Mensch seines eigenen Unwerts bewusst wird.
Im Alten Testament ist Jahwe der Inbegriff des Heiligen (Das Buch Jesaja 6), für den Menschen unnahbar und doch ganz nahe. Alles, was ihm gehört, kann als heilig bezeichnet werden (Volk, Land, Tempel). Das Neue Testament bekennt Jesus als den Heiligen Gottes; die Glieder seiner Gemeinde verstehen sich als Heilige in ihrer Zugehörigkeit zu ihm und werden doch zu einem heiligen Wandel aufgerufen.
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Wissenschaft

Faktorfischen

Früher wimmelte es in der Bioforschung nur so von „Faktoren“, weil vielfach nach folgendem Prinzip experimentiert wurde: Man stellte Extrakte von irgendetwas her, gab sie zu Zellen, Geweben oder Organismen – und plötzlich machten diese etwas, das sie ohne Extrakt nicht getan hatten. Ergo: In dem kruden Extrakt verbirgt sich...

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Wissenschaft

Eine Arche im ewigen Eis

Damit die Ernährung der Weltbevölkerung trotz Klimawandel sichergestellt ist, werden im Saatgut-Tresor auf Spitzbergen Samen diverser Nutzpflanzenarten eingelagert. von DANIELA WAKONIGG Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen...

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