Wahrig Herkunftswörterbuch
Geist
über
mhd.
geist, ahd.
geist auf westgerm.
*gaista– „überirdisches Wesen“ zurückzuführen; Quelle ist wahrscheinlich idg.
*gheis– „schaudern, sich erschrecken“, auch in altind.
hid– „zürnen“ und got.
usgeisnan „erschrecken“; die Ausgangsbedeutung „Ergriffenheit, Aufregung“ wandelte sich einmal zu „Gespenst, überirdisches Wesen“ und als Lehnübersetzung von frz.
esprit zu „Verstand, Gemüt“; bereits im 15. Jh. wurde das Wort auch im religiösen Zusammenhang verwendet (z. B. Heiliger Geist), dazu Bildungen wie Geistlicher
„Pfarrer“ und Geistlichkeit
„Frömmigkeit“; auf die Bedeutung „Verstand, Gemüt“ dagegen beziehen sich Zusammensetzungen wie Geistesabwesenheit
als Lehnübersetzung von frz.
absence d'esprit oder geisteskrank
, beide Beispiele sind erst seit dem 19. Jh. gebräuchlich; die Präfigierung Begeisterung
ist seit dem 18. Jh. bezeugt und bedeutete ursprünglich „beleben, das Gemüt aufhellen“
Wissenschaft
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Wissenschaft
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