Wahrig Herkunftswörterbuch
Geist
über
mhd.
geist, ahd.
geist auf westgerm.
*gaista– „überirdisches Wesen“ zurückzuführen; Quelle ist wahrscheinlich idg.
*gheis– „schaudern, sich erschrecken“, auch in altind.
hid– „zürnen“ und got.
usgeisnan „erschrecken“; die Ausgangsbedeutung „Ergriffenheit, Aufregung“ wandelte sich einmal zu „Gespenst, überirdisches Wesen“ und als Lehnübersetzung von frz.
esprit zu „Verstand, Gemüt“; bereits im 15. Jh. wurde das Wort auch im religiösen Zusammenhang verwendet (z. B. Heiliger Geist), dazu Bildungen wie Geistlicher
„Pfarrer“ und Geistlichkeit
„Frömmigkeit“; auf die Bedeutung „Verstand, Gemüt“ dagegen beziehen sich Zusammensetzungen wie Geistesabwesenheit
als Lehnübersetzung von frz.
absence d'esprit oder geisteskrank
, beide Beispiele sind erst seit dem 19. Jh. gebräuchlich; die Präfigierung Begeisterung
ist seit dem 18. Jh. bezeugt und bedeutete ursprünglich „beleben, das Gemüt aufhellen“
Wissenschaft
Auf den Geschmack gekommen
Ernährung hinterlässt Spuren – in den Zellen, im Stoffwechsel und in den Organen. Besonders in Schwangerschaft und früher Kindheit zählt jeder Bissen. Zu viel Zucker kann dauerhaft schaden. von CLAUDIA CHRISTINE WOLF Stellen Sie sich vor, Sie frühstücken Milchfisch-Congee, einen taiwanesischen Reisbrei mit Meeresfrüchten. Oder...
Wissenschaft
„Die Industrie braucht unsere Unterstützung“
Die Bundesregierung hat die Mittel für die Batterieforschung drastisch gekürzt. Der Chemiker Martin Winter sieht Deutschland um die Früchte milliardenschwerer Investitionen und erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeit gebracht. Das Gespräch führte FRANK FRICK Herr Professor Winter, bei einem Interview vor acht Jahren haben Sie mir...