Wahrig Herkunftswörterbuch

Geist

über
mhd.
geist,
ahd.
geist auf
westgerm.
*gaista „überirdisches Wesen“ zurückzuführen; Quelle ist wahrscheinlich
idg.
*gheis „schaudern, sich erschrecken“, auch in
altind.
hid „zürnen“ und
got.
usgeisnan „erschrecken“; die Ausgangsbedeutung „Ergriffenheit, Aufregung“ wandelte sich einmal zu „Gespenst, überirdisches Wesen“ und als Lehnübersetzung von
frz.
esprit zu „Verstand, Gemüt“; bereits im 15. Jh. wurde das Wort auch im religiösen Zusammenhang verwendet (z. B. Heiliger Geist), dazu Bildungen wie
Geistlicher
„Pfarrer“ und
Geistlichkeit
„Frömmigkeit“; auf die Bedeutung „Verstand, Gemüt“ dagegen beziehen sich Zusammensetzungen wie
Geistesabwesenheit
als Lehnübersetzung von
frz.
absence d'esprit oder
geisteskrank
, beide Beispiele sind erst seit dem 19. Jh. gebräuchlich; die Präfigierung
Begeisterung
ist seit dem 18. Jh. bezeugt und bedeutete ursprünglich „beleben, das Gemüt aufhellen“
Mastodon
Wissenschaft

Neue Einblicke in die Evolution des Mastodons

Neben den Mammuts gab es während der Eiszeit noch ein weiteres Rüsseltier – das Mastodon. Dessen Evolutionsgeschichte ist offenbar komplexer als bisher angenommen. Das zeigen Analysen alter DNA aus den Knochen und Stoßzähnen von sieben Exemplaren dieser amerikanischen Megafauna. Demnach wanderten die Mastodons in Folge von...

Fischer_NEU_02.jpg
Wissenschaft

Kafkas Schloss als Atom

In dieses Jahr fällt der 100. Todestag von Franz Kafka, der in den Medien ausführlich gefeiert wird. Hier soll es riskiert werden, den Dichter in Verbindung mit der Naturwissenschaft zu sehen, auch wenn das zunächst wenig Erfolg zu versprechen scheint. Es soll um den unvollendeten Roman „Das Schloss“ gehen, der in den frühen...

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon