Wahrig Synonymwörterbuch

Von necken bis mobben: Wie man Menschen ärgern kann

Necken und foppen sind gutmütige Arten, jemanden zu ärgern. Hänseln ist dagegen boshaft. Jemanden aufziehen heißt, ihn wegen einer Eigenheit oder mit einer bestimmten Sache zu ärgern. Das kann je nach Zusammenhang in freundlicher wie in feindlicher Weise geschehen.
Provozieren ist dagegen gezieltes Ärgern in meist böser Absicht; brüskieren enthält ebenso die kalkulierte Verletzung des anderen wie kränken. Vokabeln wie bedrücken, betrüben und bekümmern verdeutlichen die durch den Ärger ausgelöste Stimmung der Trauer, während Wörter wie aufregen, entrüsten oder empören auf Wut hinweisen.
Gehoben sind Ausdrücke wie erzürnen oder Verdruss bereiten. Die umgangssprachlichen Redewendungen für ärgern sind oft bildhafte Beschreibungen für diesen Vorgang. So kann man jemanden auf die Palme/zur Weißglut bringen/treiben oder die Wände hochjagen. Für den neutralen Ausdruck auf die Nerven fallen/gehen gibt es zahlreiche umgangssprachliche Varianten wie auf den Geist/Keks/Senkel/Zeiger fallen/gehen. Vulgär sind dagegen Wendungen wie auf den Sack/die Eier/die Nüsse gehen, mit denen die männlichen Hoden gemeint sind.
Mobben ist eine besondere Form des Ärgerns, bei welcher der andere als Persönlichkeit systematisch demontiert wird, um ihn aus einer Gemeinschaft, sei es am Arbeitsplatz oder in der Schule, auszugrenzen. Am nächsten kommt diesem Ausdruck das Wort schikanieren.
Alexander Gerst
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