Lexikon
japanische Kunst
Architektur
Vom 6. Jahrhundert bis zur Meiji-Restauration (1868) kamen zwei Wellen chinesischen Einflusses nach Japan: Nach der Einführung des buddhistischen Glaubens, in dessen Folge Städte und Tempel nach chinesischen Vorbildern angelegt wurden (Nara), dann wieder beginnend im 14. Jahrhundert mit dem Eindringen des Zen-Buddhismus. Unter dem Einfluss chinesischer Stadtmauern und europäischer Festungen bildeten sich prunkvoll ausgestattete Wehr- und Schlossanlagen, deren Mittelpunkt der mehrstöckige Festungsturm wurde. Im Gegensatz dazu prägt rustikale Schlichtheit Architektur und Innenausstattung der kleinen Teehäuser. Während der zahlreichen Erdbeben hat sich der Holzbau bewährt, gegen Sonne und Regen das schräge, tief herabgezogene Dach. Die moderne Architektur nach 1868 ist vom Westen beeinflusst und zeichnet sich aus durch die Verwendung erdbebensicherer Stahlkonstruktionen (F. L. Wright, Erbauer des Imperial Hotel, Tokyo). Der berühmteste japanische Architekt der Gegenwart ist K. Tange, der besonders durch seine Bauten für die Olympischen Spiele 1964 in Tokyo bekannt wurde.
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