Lexikon
Klẹbe
Giselher Wolfgang, deutscher Komponist, * 28. 6. 1925 Mannheim, † 5. 10. 2009 Detmold; Schüler von Boris Blacher; lehrte 1957–1990 an der Detmolder Musikakademie; bekannt wurde sein frühes Orchesterstück „Die Zwitschermaschine“ (nach dem gleichnamigen Gemälde von Paul Klee) von 1950; komponierte seine über 140 Werke (darunter 14 Opern, 8 Sinfonien) in einem gemäßigt modernen Stil, in welchem er Zwölfton- und serielle Techniken mit melodischer Geschmeidigkeit verband; schrieb zahlreiche Opern nach klassischen literarischen Vorlagen („Die Räuber“ nach Friedrich Schiller 1957; „Alkmene“ nach Heinrich von Kleist 1959–1961; „Jacobowsky und der Oberst“ nach Franz Werfel 1964/65; „Der jüngste Tag“ nach Ödön von Horváth 1979; „Gervaise Macquart“ nach Émile. Zola 1994/95; „Chlestakows Wiederkehr“ nach Nikolaj Gogol 2007); außerdem Orchesterwerke, Kammer- und Vokalmusik (Weihnachtsoratorium 1989).
- Erscheinungsjahr: 1961
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Alkmene
- Genre: Oper in drei Akten (sieben Bildern)
Nicht für jedermann leicht erfassbar ist die Klangwelt von Giselher Klebes (* 1925) Zwölfton-Oper »Alkmene«, die am 25. September in Berlin uraufgeführt wird. Klebe schrieb auch den Text (nach Heinrich von Kleists Drama »Amphitryon«) selbst, um eine weitestgehende Übereinstimmung zwischen Wort und Musik zu erzielen.
- Erscheinungsjahr: 1965
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Jacobowsky und der Oberst
- Genre: Oper in vier Akten
Für seine während des Zweiten Weltkriegs in Paris spielende Zwölftonoper »Jacobowsky und der Oberst«, die am 2. November in Hamburg uraufgeführt wird, hat Giselher Klebe (* 1925) den Text von Franz Werfels »Komödie einer Tragödie« gekürzt übernommen. Dem Text, der immer verständlich bleibt, kommt große Bedeutung zu. Im ersten Teil dient die Musik fast nur als Begleitung des Texts, gewinnt dann jedoch immer mehr Eigenständigkeit. Klebe verwendet unterschiedliche Zwölftonreihen, macht aber auch tonale Klangkombinationen hörbar.
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