Lexikon
Krankheit
lateinisch Morbus, griechisch Nosos; PathosStörung der Lebensvorgänge in einzelnen Organen oder dem gesamten Organismus, die sich durch subjektiv empfundene oder objektiv feststellbare körperliche, seelische oder geistige Veränderungen ausdrückt. Eine Krankheit kann plötzlich und heftig, aber vorübergehend (akut) oder dauerhaft (chronisch) sein, sie kann in Schüben verlaufen (Wechsel zwischen Verbesserung und Verschlechterung) oder nach vermeintlichem Abheilen wieder aufbrechen (Rezidiv) und im schwersten Fall zum Tod führen. Man unterscheidet zwischen der Krankheit eines Organs (funktionelle Krankheit) und der Krankheit des Gesamtorganismus (Allgemeinerkrankung oder systemische Krankheit) und zwischen organischer, psychischer und psychosomatischer Krankheit.
Die Feststellung einer Krankheit (Diagnose) erfolgt durch Erfassen der Krankengeschichte (Anamnese) und der Krankheitszeichen (Symptome) sowie einer Untersuchung des Kranken und ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung (Therapie) und die Vorhersage des Krankheitsverlaufs (Prognose). Zur Krankheitsvorbeugung (Prophylaxe) können z. B. pflegerische und medikamentöse Maßnahmen oder Schutzimpfungen eingesetzt werden.
Die Lehre von den Krankheiten (Ursachen, Arten und Erscheinungsformen) ist die Pathologie. Die Ursachen von Krankheiten unterteilt man in äußere (exogene) Faktoren wie Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten), Verletzungen, Verbrennungen, Vergiftungen, Umwelteinflüsse, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und innere (endogene) Faktoren wie die ererbte (genetische) oder die erworbene Veranlagung (Disposition) für bestimmte Krankheiten, der aktuellen Abwehrkraft des Immunsystems sowie der gesamten seelischen und körperlichen Verfassung. Das Zusammenspiel dieser Faktoren entscheidet darüber, ob eine Krankheit überhaupt ausbricht und welchen Verlauf sie nimmt.
Wissenschaft
Ein „Zuckerwatte-Planet“ gibt Geheimnisse preis
Warum besitzt der Exoplanet WASP-107 b so eine aufgeblähte Atmosphäre? Diesem Rätsel sind Astronomen nun durch neue Daten des James-Webb-Weltraumteleskops auf die Spur gekommen: Sie konnten die Zusammensetzung der Gashülle des Neptun-ähnlichen Planeten genauer aufklären und dabei vor allem einen sehr niedrigen Gehalt an Methan...
Wissenschaft
Wie unser Langzeitgedächtnis funktioniert
Bis ins hohe Alter können wir uns an Situationen aus unserer Kindheit erinnern. Doch wie funktioniert das auf molekularer Ebene? Schließlich werden die zuständigen Moleküle in unseren Synapsen, die die Basis unseres Gedächtnisses bilden, innerhalb von Stunden bis Tagen ersetzt. Eine Studie an Mäusen hat nun eine Lösung für dieses...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die letzte Revolution – und die nächste
Die Rätsel des Weißen Trüffels
Wenig Raum für Nachhaltigkeit
Kosmischer Babyboom
Schutz vor Extremwetter
Digitale Alternativen