Lexikon
La Pạlma
nordwestlichste der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, 708 km2, 85 900 Einwohner; Hauptstadt ist Santa Cruz de la Palma. La Palma bildet die Spitze eines untermeerischen Vulkans, dessen Zentrum die Caldera de Taburiente (Nationalpark seit 1954) ist. Der Süden der Insel ist vom aktiven Vulkanismus geprägt (letzter Ausbruch des Teneguia 1971). Die Niederschläge (rund 800 mm/Jahr) fallen vorwiegend im Winter; natürliche Vegetation sind Nebel-, Lorbeer- und Kiefernwälder. Die Insel ist seit 2002 UNESCO-Biosphärenreservat. Wegen des wolkenfreien Klimas gibt es zahlreiche internationale Observatorien, das größte auf dem 2426 m hohen Roque de los Muchachos, der höchsten Erhebung der Insel. Die Bewohner der relativ dicht besiedelten Insel leben überwiegend von der Landwirtschaft (Bewässerungsanbau aus Quellen mit Bananen-, Zitrusfrüchte-, Wein- und Gemüseanbau) und von der Fischerei. Der Tourismus ist weniger stark entwickelt als z. B. auf Teneriffa und Gran Canaria, da La Palma mit Ausnahme eines Gebietes im Westen nur Steilküsten aufweist.
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