Lexikon
Manche mögen’s heiß
- Deutscher Titel: Manche mögen„s heiß
- Original-Titel: SOME LIKE IT HOT
- Land: USA
- Jahr: 1959
- Regie: Billy Wilder
- Drehbuch: Billy Wilder, I.A.L. Diamond, nach einer Erzählung von R. Thoeren und M. Logan
- Kamera: Charles Lang
- Schauspieler: Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon, George Raft
- Auszeichnungen: Oscar 1960 für Kostüme (Orry-Kelly)
Billy Wilder gelingt mit seiner Komödie »Manche mögen„s heiß« sein bislang größter Erfolg: Das Publikum strömt in die Kinos, und auch die Kritik lobt den Film in höchsten Tönen.
Saxophonist Joe (Tony Curtis) und der Bassist Jerry (Jack Lemmon) schlagen sich in den späten 20er Jahren mehr schlecht als recht als Jazz-Musiker durch. Zufällig werden sie Zeugen eines Mafia-Massakers, woraufhin sich die Bande von Gamaschen-Colombo an ihre Fersen heftet. In ihrer Not verkleiden sich die beiden als Damen und kommen so unerkannt bei einer Mädchenkapelle unter, die zu Auftritten nach Florida reist. Joe alias Josephine verliebt sich in die attraktiv-naive Sugar Kane (Marilyn Monroe). Um sich ihr zu nähern schlüpft Joe in eine weitere Rolle: Als Multimillionär versucht er, ihr Herz zu erobern.
Auch Jerry, alias Daphne ist die Liebe hold: Der Millionär Osgood Fielding III entflammt für die vermeintlich weibliche Bassgeige. Mit seiner Hilfe können die Verfolgten erneut vor der Bande fliehen: Dann enthüllt Joe zu Sugars Freude sein wahres Ich. Als sich Jerry auf Osgoods Heiratsantrag hin auch demaskiert kommentiert der unerschütterlich, »Nobody„s perfect …«
Aus dem Verkleidungsspiel ergeben sich wunderbare Dialog-Doppeldeutigkeiten. Gestik und Mimik tragen zur erfolgreichen Unterhaltung ebenso bei wie Monroes Persiflage auf ihr eigenes Image. Immer wieder steht die Entlarvung unmittelbar bevor – doch ebenso oft nimmt das temporeiche Geschehen kurz vor der Katastrophe eine vorerst rettende Wendung. So reiht sich bis zum furiosen Finale ein Gag an den anderen – ein Geniestreich von Billy Wilder.
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