Lexikon

Medici

[
ˈmeditʃi
]
Mediceer; Medizeer
ein florentinisches Patriziergeschlecht, ursprünglich Kaufleute und Bankiers, das 1434 zur Regierung der Stadtrepublik kam; 1494–1512 und 1527–1531 aus Florenz vertrieben.

Die ältere Linie

Auf ihr beruht der Ruhm der Medici. Sie starb 1537 mit Alessandro aus, der 1532 von Kaiser Karl V. zum Herzog der Republik erhoben worden war. Aus dieser Linie stammen: 1. Cosimo der Alte, * 27. 9. 1389 Florenz, † 1. 8. 1464 Florenz; Großvater von Lorenzo I.; der „Vater des Vaterlands“, der den Palazzo Medici bauen ließ und Kunst und Wissenschaft förderte. – 2. Lorenzo I. (der Prächtige, il Magnifico), * 1. 1. 1449 Florenz, † 8. 4. 1492 Florenz; er führte Florenz zu höchster wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Selbst Dichter, förderte er Gelehrte und Künstler, gründete die Biblioteca Laurenziana und die Akademie zur Pflege der Platon-Studien und war ein großzügiger Mäzen der Maler und Bildhauer (S. Botticelli, Michelangelo, Leonardo da Vinci u. a.). Politisch lehnte er den florentinischen Staat an das Herzogtum Mailand (Sforzas) an, suchte aber auch den Ausgleich mit dem Königreich Neapel. – Ferner gehören die Renaissancepäpste Leo X. (1513–1521) und Klemens VII. (1523–1534) sowie Katharina von Medici, die Frau des französischen Königs Heinrich II., zur älteren Linie.

Die jüngere Linie

Der Begründer der jüngeren Linie, Cosimo I. de’ Medici, entstammt einer Seitenlinie. 1569 wurde er von Papst Pius V. zum Großherzog (von Toskana) erhoben. Die jüngere Linie starb 1737 mit Gian Gastone aus.
Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben ein Holzstempel mit schwarzem Gummi.
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