Lexikon

Milz

lateinisch Lien, griechisch Splen
bei den Wirbeltieren ein Körperorgan, das als Filter und zur Blutspeicherung in die Blut- und Lymphbahn eingeschaltet ist. Beim Menschen liegt die rund 200 g schwere Milz unter dem linken Rippenbogen im Oberbauch und ist nur bei Anschwellung und Vergrößerung vom Leib aus zu tasten. Sie baut die roten Blutkörperchen ab und bildet in den Lymphknötchen ihres Gewebes neue weiße Blutkörperchen (Lymphzellen) und Antikörper bei schweren Infektionskrankheiten. Durch Zusammenziehen ihrer glatten Muskulatur kann sie ihre Bluträume wie einen Schwamm ausdrücken und Blut an den Kreislauf abgeben. Bei Blutkrankheiten kann die Milz enorme Größen erreichen und den ganzen Leib ausfüllen. Nach einer operativen Entfernung der Milz übernehmen andere Organe (Leber, Knochenmark, Lymphknoten) ihre Funktion.
Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben Holzstempel mit erhabener Schrift.
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abine Hossenfelder; Thomas Bethge – stock.adobe.com; www.photoshopsupply.com; Bearbeitung: bdw
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