Lexikon
chinẹsische Medizin
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ein etwa 6 000 Jahre altes eigenständiges, ganzheitliches Heilkundesystem, das auf Naturerfahrung und der daoistischen Philosophie (Daoismus) beruht. Die älteste Niederschrift der medizinischen Grundideen ist der „Innere Klassiker des Gelben Kaisers“ (Huangdi Neijing), um 300–100 v. Chr. von unbekannten Autoren zusammengetragen und noch heute eine Grundlage in der ärztlichen Ausbildung. Die körperliche Basis der chinesischen Medizin bilden die fünf Speicherorgane (Zang) mit Herz, Lunge, Milz, Leber und Nieren und die sechs Hohlorgane (Fu) mit Gallenblase, Magen, Dünn- und Dickdarm, Blase und Dreifachem Erwärmer. In ihnen zirkuliert die körpereigene Energie (Qi), verbunden durch die Leitbahnen (Meridiane). Der gesunde Fluss des Qi kann durch Umweltfaktoren und übermäßige oder fehlende Emotionen beeinträchtigt werden, nach traditioneller chinesischen Vorstellung durch die sechs äußeren Übel Wind, Kälte, Hitze, Feuer, Feuchtigkeit und Trockenheit und die sieben inneren Übel Traurigkeit, Freude, Ärger, Kummer, Schwermut, Furcht und Angst.
Die traditionelle Diagnose erfasst neben den akuten Symptomen auch die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und ermittelt den körperlichen Energiezustand über Abtasten der verschiedenen Pulsqualitäten und Betrachten der Zunge (Form, Farbe und Belag). Neben der in der westlichen Welt populären Akupunktur sind weitere Behandlungsmethoden der chinesischen Medizin: chinesische Kräuterheilkunde, Schröpfen, Massagen (Tuinamassage), spezielle Ernährungsprinzipien und Entspannungstechniken: Qigong, chinesisches Schattenboxen (T’ai Chi Ch’uan).
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