Lexikon

Optinsrecht

Völkerrecht
die meist befristete Befugnis der Bewohner eines bei Gebietswechsel unter eine fremde staatliche Herrschaft kommenden Territoriums, die alte Staatsangehörigkeit zu behalten, was oft mit der Auswanderung verbunden war. An die Stelle der früher entschädigungslosen Enteignung des Grundbesitzes tritt heute meist die Entschädigungspflicht; die Beschlagnahme des beweglichen Guts ist in neueren Verträgen häufig durch die Zusicherung der ungehinderten Mitnahme ersetzt. In einigen Fällen wird sogar der Weiterverbleib am Ort trotz Nichtannahme der neuen Staatsangehörigkeit gestattet. Derartige Optionsklauseln unterschiedlichen Inhalts enthalten z. B. der Versailler Vertrag von 1919, der italienische Friedensvertrag von 1947 oder die Verträge der Bundesrepublik Deutschland mit Belgien vom 24. 9. 1956 und den Niederlanden vom 8. 4. 1960.
Wissenschaft

Spurensuche im Mondgestein

Nach jahrzehntelanger Pause untersuchen Kosmochemiker wieder frisches Gestein von der Mondoberfläche. Erstmals inspizieren sie auch Proben von der rätselhaften Rückseite des Erdtrabanten. von THORSTEN DAMBECK Wer ein Stück vom Mond haben will, muss es persönlich beim Eigentümer abholen. So im September 1969, als Hans Voshage, ein...

Wissenschaft

»PFAS haben hormonähnliche Effekte«

Ewigkeitschemikalien sind überall. Welches Risiko sie für die menschliche Gesundheit darstellen, berichtet Ana Zenclussen. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Wie gelangen Chemikalien in den menschlichen Körper? Unabhängig davon, wie gesund wir versuchen zu leben, können wir uns Chemikalien nicht entziehen. Wir nehmen sie auf...

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