Lexikon
Orientierung
Verhaltensforschung
die Fähigkeit eines Lebewesens, gerichtete Bewegungen auszuführen. Die Orientierung kommt durch die Aufnahme und Verarbeitung verschiedener Umweltreize wie Licht, Schall, Temperatur, Schwerkraft und elektrischen Feldern zustande. Die Orientierungsbewegungen frei beweglicher Lebewesen werden als Taxien, die festsitzender Organismen als Tropismen bezeichnet. Orientierung befähigt auch zum Ansteuern weit entfernter Ziele, etwa beim Vogelzug. Zugvögel orientieren sich meist an Landmarken (Berge, Gebäude, Schnittpunkte auffälliger Landschaftsstriche) oder an der Stellung von Himmelskörpern (Mondorientierung, Sonnenorientierung, Sternorientierung), wobei die Wanderung der Sonne im Laufe des Tages einbezogen werden kann (Kompassorientierung; Lichtkompassorientierung). Auch das Magnetfeld der Erde dient vielfach als Orientierungshilfe (Magnetfeldorientierung).
Wissenschaft
Bewaffnet die Stirn bieten
Horn oder Geweih: Wer trägt was und warum, und woraus besteht der Stirnaufsatz? Eine kleine zoologische Kopfschmuckkunde. von CHRISTIAN JUNG Auf dem Kopf des männlichen Hirschs sitzt ein spitzes Geweih – ein Kopfschmuck, der mit zunehmendem Alter durch Pracht und Größe beeindruckt. In Szene gesetzt durch entsprechendes...
Wissenschaft
Schockwellen aus der Südsee
Ein Vulkan des Pazifischen Feuerrings explodierte 2022 im Meer mitten im Inselstaat Tonga. Die Wirkung war global. Dabei griffen Phänomene wie Tsunamis und atmosphärische Wellen ineinander. von THORSTEN DAMBECK Selten schafft es das Königreich Tonga in die Schlagzeilen. Es dürfte wohl an der schieren Entfernung liegen: Tonga...