Lexikon
Orientierung
Verhaltensforschung
die Fähigkeit eines Lebewesens, gerichtete Bewegungen auszuführen. Die Orientierung kommt durch die Aufnahme und Verarbeitung verschiedener Umweltreize wie Licht, Schall, Temperatur, Schwerkraft und elektrischen Feldern zustande. Die Orientierungsbewegungen frei beweglicher Lebewesen werden als Taxien, die festsitzender Organismen als Tropismen bezeichnet. Orientierung befähigt auch zum Ansteuern weit entfernter Ziele, etwa beim Vogelzug. Zugvögel orientieren sich meist an Landmarken (Berge, Gebäude, Schnittpunkte auffälliger Landschaftsstriche) oder an der Stellung von Himmelskörpern (Mondorientierung, Sonnenorientierung, Sternorientierung), wobei die Wanderung der Sonne im Laufe des Tages einbezogen werden kann (Kompassorientierung; Lichtkompassorientierung). Auch das Magnetfeld der Erde dient vielfach als Orientierungshilfe (Magnetfeldorientierung).
Wissenschaft
Wenn die Invasoren kommen
Der kleine Ort Saint-Sulpice am Genfer See sei „ziemlich schick“, meint Jérôme Gippet, Biologe an der Universität Lausanne. Doch seit einiger Zeit sei die Idylle durch eine Invasion ungebetener Gäste stark gestört. Gippet geht zu einem struppigen Stück Brachland und beginnt zu graben. Nur wenige Sekunden dauert es, bis überall im...
Wissenschaft
Unser selektives Gehirn
Warum wir unsere Gesprächspartner selbst im Stimmengewirr einer Party noch problemlos verstehen können, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt: Sie stehen bei einem gesellschaftlichen Ereignis in einer von mehreren Gesprächsrunden und beteiligen sich, ein Getränk in der Hand, munter an der...