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LEXIKON

Phlipp II.

Philipp II. (König von Spanien)
Philipp II. (König von Spanien)
Philipp II. König von Spanien 15561598, * 21. 5. 1527 Valladolid,  13. 9. 1598 Escorial bei Madrid; einziger legitimer Sohn Kaiser Karls V., der ihm die Niederlande, Neapel-Sizilien, Mailand, die Freigrafschaft Burgund und 1556 auch Spanien übergab, aber nicht die Kaiserkrone. Philipp erstrebte die spanische Weltherrschaft und das Alleinbestehen des Katholizismus. Er verstand sich als erster Vorkämpfer der Gegenreformation in seinen Ländern (besonders auch in den Niederlanden) und in der Welt (besonders in England). Er war in 1. Ehe mit Maria von Portugal (* 1526,  1545), in 2. Ehe mit Königin Maria von England (1554), in 3. Ehe mit Elisabeth von Valois (1559) und in 4. Ehe mit Anna von Österreich (1570) verheiratet. Er ließ erfolgreich gegen Frankreich (15571559), die Seeräuber und die Türken kämpfen, scheiterte aber mit der Eroberung Englands (Untergang der Armada 1588 und Niederlage bei Cadiz 1596) und der Unterwerfung der aufständischen Niederlande.
Niederländisch-spanischer Ausgleich scheitert
Niederländisch-spanischer Ausgleich scheitert
Insgesamt 18 Artikel umfasst das Dokument des Kölner Pazifikationskongresses 1579, der vergeblich den niederländisch-spanischen Konflikt zu beenden versucht (Auszug). Die Religionsfreiheit mündet in die Unabhängigkeit der nördlichen Provinzen der Niederlande:

I. Wird von beiden Seiten für alles Geschehene ein ewiges Vergessen zugestanden, von den ersten Unruhen und ihren Ursachen an, wie und wo immer dies sei, ohne Vorwürfe oder Nachforschungen zu erheben, ganz als handelte es sich um Dinge, die nicht vorgefallen wären.

II. Ebenso wird seine Majestät [der König von Spanien) versprechen anzuerkennen und erkennt hiermit an: nicht nur alle Privilegien, Rechte, Gewohnheiten und alte Gebräuche jeder der Provinzen, Städte und Länder, sondern sie wird ... verfügen, dass alle Provinzen im Allgemeinen und jede von ihnen im besonderen das Privileg Brabants genießen können und werden, ihres Treueids entbunden zu sein, falls der Fürst nicht alle besagten Rechte, Privilegien und Gebräuche aufrechterhält ...
XI. Ebenso wird in den Provinzen, Städten und Plätzen, wo die reformierte Religion, die Augsburger Konfession oder der Religionsfriede angenommen wurden, alles in einem dementsprechenden Zustand bleiben ...
XIII. Künftig wird niemand als Gouverneur ..., Kapitän oder Führer ... zugelassen werden, es sei denn Einheimische ...
XIV. Und da das Land in dieses Unglück gestürzt ist, das aus ... dem Krieg herrührt, ... wird seine Majestät den Ständen die von ihnen an die genannten Kriegsleute gezahlten Summen ersetzen."
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