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LEXIKON

Rinde

der äußere Gewebemantel beim Spross und der Wurzel höherer Pflanzen. Bei jugendlichen Sprossen wird die Rinde von der Außenhaut (Epidermis) und vom Leitbündelring begrenzt (primäre Rinde). Bei älteren Sprossen, besonders bei Pflanzen mit Dickenwachstum, bildet alles Gewebe außerhalb des Kambiums die sekundäre Rinde (Bast). In diesem Zustand ist die ursprüngliche Außenhaut meist durch ein sekundäres Abschlussgewebe (Periderm), ein Korkgewebe mit Korkkambium, ersetzt, das laufend neue Korkschichten innerhalb der Rinde produziert. Die äußeren Gewebeschichten sterben ab und bilden dann die Borke. Die Rinden mancher Pflanzen liefern wertvolle Produkte, so Fasern (Flachs, Hanf u. a.), Gerbstoffe, Gewürze (Zimt), Arzneimittel (Chinarinde). Bei der Wurzel wird die Rinde ebenfalls von der Oberhaut (Rhizodermis) und vom Zentralzylinder begrenzt. In älteren Wurzeln ist die ursprüngliche Oberhaut meist vernichtet. Den Abschluss bildet dann ähnlich wie beim Spross ein Korkgewebe (Exodermis).
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