Lexikon
Sachs
Nelly Sachs
Nelly Sachs
© Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh
Nelly, deutsche Lyrikerin, * 10. 12. 1891 Berlin, † 12. 5. 1970 Stockholm; wurde 1940 durch S. Lagerlöf nach Schweden gerettet, kurz bevor sie als Jüdin deportiert werden sollte; stellte das jüdische Schicksal in religiöse, ins Kosmische ausgeweitete Bezüge. Werke: „In den Wohnungen des Todes“ 1947; „Sternverdunkelung“ 1949; „Und niemand weiß weiter“ 1957; „Flucht und Verwandlung“ 1959; „Fahrt ins Staublose“ 1961; „Späte Gedichte“ 1965; „Teile dich Nacht“ (postum) 1971; Mysterienspiel: „Eli“ 1951. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1965; zusammen mit S. J. Agnon Nobelpreis 1966.
- Erscheinungsjahr: 1959
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Flucht und Verwandlung
- Genre: Gedichte
Die in Berlin geborene und während des Zweiten Weltkriegs nach Schweden emigrierte jüdische Schriftstellerin Nelly Sachs (* 1891, † 1970) veröffentlicht in der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart den Gedichtband »Flucht und Verwandlung«, in dem sie sich – wie schon in früheren Werken – mit dem Schicksal des jüdischen Volkes auseinander setzt. Das Wort »Verwandlung« steht für die innere Welt des Menschen, der seine materielle Determiniertheit überwindet: »An Stelle von Heimat / Halte ich die Verwandlungen der Welt.« Nelly Sachs erhält
1966
den Literaturnobelpreis »für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren.« Anna Seghers
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