Lexikon

Schalter

Schalter
Schalter
Schema Wippschalter
mechanisches Gerät zum mehrmaligen Ein- und Ausschalten des Stromflusses in elektrotechnischen Geräten und Starkstromanlagen. Je nach ihrer Wirkungsweise unterscheidet man Stell-, Tast- und Schlossschalter: Bei Stellschaltern (z. B. Walzen- und Nockenschalter) wirkt auf die beweglichen Schaltstücke keine Rückzugskraft, so dass sie von selbst in jeder Schaltstellung verbleiben; Schlossschalter verbleiben im eingeschalteten Zustand mittels eines Schaltschlosses, das zudem bei einem Auslösebefehl kein Einschalten zulässt (Freiauslösung); Tastschalter besitzen keinerlei Sperre, so dass sie bei Wegnahme der Antriebskraft in ihre Ausgangslage zurückkehren. Je nach ihrem Schaltvermögen werden Leerschalter (die nur in stromlosem Zustand geschaltet werden), Lastschalter (die einen Strom in Höhe des Nennwertes ein- und ausschalten), Leistungsschalter (die Kurzschlussströme ausschalten können) und (allpolig schaltende) Motorschalter unterschieden.
Beträgt die zu schaltende Spannung mehr als 10 kV, spricht man von Hochspannungsschaltern, sonst von Niederspannungsschaltern. Schutzschalter sind Schlossschalter mit Freiauslösung, die den Stromkreis unterbrechen, sobald zwischen leitenden Anlageteilen (z. B. Herdgestell) und Erde eine Spannung anliegt bzw. ein Strom fließt. Hochspannungsschalter werden in Leistungsschalter, Leistungstrennschalter, Lastschalter, Lasttrennschalter und Erdungstrenner eingeteilt.
In der Elektronik werden zum Schalten kleiner Ströme und zu Steuerzwecken zunehmend nichtmechanische Schalter, z. B. Transistoren, eingesetzt; sie ermöglichen besonders schnelle Schaltvorgänge.
Theo Dingermann
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