Lexikon

Schweizer

das Staatsvolk der Schweiz (rund 5,8 Mio.), das trotz Sprachverschiedenheit (Schweiz [Bevölkerung]) und Unterschieden im Brauchtum infolge mehrhundertjähriger gemeinsamer Geschichte zu einer Nation zusammenwuchs. Die Schweizer schufen und bewahrten viele Einrichtungen einer direkten Demokratie (Versammlung der Landsgemeinde). Ihre Grundlage bilden keltische, germanische (z. T. romanisierte) und romanische Stämme. Die Entwicklung des Brauchtums (Zünfte, Bünde und Knabenschaften, Maskenumzüge, Alphornblasen) wurde weitgehend durch die Hochgebirgsviehwirtschaft bestimmt und ähnelt der anderer Alpengebiete. Schwerpunkte der Volkskunst liegen auf der Schnitzerei, Bauernmalerei, Stickerei und Handweberei. Der Hausbau reicht vom Fachwerkhaus im Mittelland (z. B. das stattliche Berner Haus) über das Blockhaus im Gebirge (u. a. Pfahlbauspeicher) zum Steinhaus (z. B. im Tessin). In den niederen Lagen ist die Dorfsiedlung häufig anzutreffen, in Gebieten mit Graslandwirtschaft z. T. auch Streusiedlung.
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