Lexikon
Usbẹkistan
Russische Herrschaft und Unabhängigkeit
Im 19. Jahrhundert fiel Usbekistan unter russische Herrschaft. 1924 wurde die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet, aus der 1929 die Tadschikische Sozialistische Sowjetrepublik ausgegliedert wurde. Nationale Bestrebungen konnten sich erst in den 1980er Jahren wieder entfalten.
1991 erklärte Usbekistan unter Führung von Islam A. Karimow seine Unabhängigkeit und wurde Mitglied der GUS. Karimow errichtete ein autoritäres Präsdialregime, das oppositionelle Strömungen unterdrückte. Im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Krieg räumte Usbekistan 2001 US-amerikanischen Truppen Stationierungsrechte ein (bis 2005). 2002 wurden in Usbekistan auch deutsche Soldaten zur logistischen Unterstützung des ISAF-Einsatzes in Afghanistan stationiert. 2004 verschärften Selbstmordanschläge islamischer Terroristen das innenpolitische Klima. Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und oppositionellen Aufständischen in Andishan im Osten von Usbekistan forderten 2005 zahlreiche Todesopfer. Das rigorose Vorgehen gegen die Opposition verschlechterte die Beziehungen zu den USA und zur EU. Im selben Jahr schloss Usbekistan einen militärischen Beistandspakt mit Russland. Karimow ließ sich 2007 erneut zum Präsidenten wählen. Die Wahlen verfehlten weitgehend demokratische Standards.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Islamisierung und Mongolenreiche
- Russische Herrschaft und Unabhängigkeit
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