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LEXIKON

Wagner

Wegweiser der modernen Oper

Wagners Bedeutung für die Entwicklung der Oper im 20. Jahrhundert liegt formal in seiner Entwicklung des Musikdramas, mit dem er die romantische Idee vom Gesamtkunstwerk als Einheit aller Künste verwirklichte. Musikalisch wurde er durch die Einführung des Sprechgesangs und die Ausweitung der Tonalität zum Wegbereiter der modernen Oper. Während Wagners erste Werke noch den Einfluss der italienischen und französischen großen Oper zeigen, vollzog sich der Umbruch mit den Werken der Dresdner Schaffensperiode und wurde seit „Tristan und Isolde“ konsequent weitergeführt. Kennzeichen dieser Erneuerung der Oper sind: Wahl der Stoffe aus dem Mittelalter oder dem Mythos der germanischen Heldensage, Abwendung von der alten Form der Nummernoper (Arie, Duett u. Ä.), Umwandlung des Orchesters zum musikalischen Handlungsträger durch das Mittel der „unendlichen Melodie“, Anwendung der Leitmotivtechnik zur musikalischen Charakterzeichnung und Durchbrechen der harmonischen Grenzen durch Chromatik und Enharmonik („Tristan-Akkord“).
  1. Einleitung
  2. Vom Kreuzschüler zum Kapellmeister
  3. Revolutionärer Geist
  4. Komponist seiner Majestät
  5. Festspielgründer
  6. Wegweiser der modernen Oper
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