Lexikon

Wagner

Vom Kreuzschüler zum Kapellmeister

Wagner erhielt seinen ersten Musikunterricht von 1822–1827 an der Dresdner Kreuzschule und begann 1825 mit Klavierunterricht. Ab 1828 besuchte er das Nicolai-Gymnasium in Leipzig, wechselte jedoch 1830 zur Thomasschule, um Mitglied des Thomanerchors zu werden. Dort studierte er Kontrapunkt und Geige und begann gleichzeitig 1831 ein Musikstudium an der Universität. Zu dieser Zeit entstanden u. a. eine Sinfonie und die unvollendete Oper „Die Hochzeit“; 1832 erschien mit der Klaviersonate B-Dur erstmals ein Wagner-Werk im Druck. Nach Stationen in Würzburg und Bad Lauchstädt wirkte Wagner als Theaterkapellmeister in Magdeburg, wo er seine erste Frau Minna Planer (* 1809, † 1866) kennenlernte. 1837 dirigierte er in Königsberg und Riga, von wo er 1839 vor seinen Gläubigern über London nach Paris flüchtete. In Paris lebte er in ärmlichen Verhältnissen und vollendete seine Opern „Rienzi“ und „Der Fliegende Holländer“, die er beide 1842 bzw. 1843 in Dresden uraufführen konnte. 1843 übernahm er dort die Stelle des Hofkapellmeisters und schuf in den nächsten Jahren „Tannhäuser“ (Dresden 1845) und „Lohengrin“ (Weimar 1850).
  1. Einleitung
  2. Vom Kreuzschüler zum Kapellmeister
  3. Revolutionärer Geist
  4. Komponist seiner Majestät
  5. Festspielgründer
  6. Wegweiser der modernen Oper
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