Lexikon
Wettbewerb
Konkurrenzdas rivalisierende Verhalten von Anbietern oder Nachfragern untereinander sowie die Beziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern. Das Wesen des Wettbewerbs besteht in dem Wechselspiel von Aktion und Reaktion, von Vorstoß und Nachziehen (dynamische Marktprozesse); so ist jeder Anbieter bestrebt, mittels marktstrategischer Maßnahmen (Preise, Werbung, Produktverbesserungen, neue Produkte) die Nachfrage stärker an sich zu ziehen (vorstoßender Wettbewerb), und bewirkt dadurch entsprechende Gegenmaßnahmen der Konkurrenten (imitatorischer Wettbewerb). Dieser dauernde Zwang zur Leistungssteigerung kommt den Nachfragern in Form von größeren Auswahlmöglichkeiten, Preissenkungen, Qualitätsverbesserungen u. a. zugute. Wettbewerb setzt ein wettbewerbliches Streben und Wettbewerbsfreiheit zur Verwirklichung dieses Strebens voraus (Spielraum zum Einsatz der Aktionsparameter). Wettbewerbsbeschränkungen z. B. durch Abreden oder Vertrag und Marktmacht führen zur teilweisen oder völligen Ausschaltung des Wettbewerbs; eine entsprechende Gesetzgebung muss daher die Erhaltung der Wettbewerbsfreiheit sichern (Antitrust-Gesetze der USA, Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Bundesrepublik Deutschland). – Die Wirtschaftstheorie unterscheidet zwischen der an viele Bedingungen geknüpften modelltheoretischen Form des vollständigen Wettbewerbs (atomistische Konkurrenz: viele kleine Marktteilnehmer auf einem sog. vollkommenen Markt) und den in der Realität überwiegenden Formen des unvollständigen Wettbewerbs (Polypol, Oligopol).
Wissenschaft
Die Spuren der ersten modernen Menschen
Vor über 40.000 Jahren lebten moderne Menschen und Neandertaler Seite an Seite in Europa. DNA-Analysen ermöglichen es Forschern heute, Knochen auf verwandtschaftliche Verbindungen hin zu untersuchen. Eine Studie über die Funde im thüringischen Ranis und im tschechischen Zlatý kůň hat nun erstaunliche Ergebnisse geliefert. von...
Wissenschaft
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