Lexikon

Wirbelsturm

starke, um ein Zentrum außergewöhnlich niedrigen Luftdrucks kreisende Luftbewegung, besonders eine tropische Zyklone. Tropische Wirbelstürme entstehen nur über warmen Meeren mit einer Wassertemperatur von mindestens 27 °C, d. h. auf der Nordhalbkugel überwiegend im Sommer und frühen Herbst. Über dem Meer lagert dann eine feuchtwarme Luftmasse mit hoch aufgetürmten Quellwolken. Bei der Kondensation werden erhebliche Wärmemengen frei, die der aufsteigenden Luft einen zusätzlichen Auftrieb verschaffen. Sie gelten als die Hauptenergiequelle der Wirbelbildung.
In ihrem Zentrum weisen tropische Wirbelstürme eine 10 bis 30 km breite Zone auf, in der der Wind schwach ist und die Wolkendecke aufgrund absinkender Luftbewegung aufreißt, das Auge. In einer bis 200 km breiten Zone um das Auge erreichen die Windgeschwindigkeiten volle Orkanstärke. Aus mächtig aufgetürmten Wolkenmassiven (Cumulonimben) fallen sintflutartige Niederschläge, mitunter 500 bis 1000 mm in wenigen Stunden. An der Küste bilden meterhohe Flutwellen der aufgepeitschten See eine zusätzliche Gefahr. Beim relativ seltenen Übertritt auf das Festland richten die tropische Wirbelstürme oft große Zerstörungen an, verlieren aber dann rasch an Energie und lösen sich auf. Hurrikan, Taifun, Zyklon.
Organoide sind wenige Millimeter große 3D-Zellkultursysteme. Sie können im Labor jahrelang wachsen. ©Labor von Mina Gouti, Pablo Castagnola, Max Delbrück Center
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