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Lotto spielen in Deutschland: Das ist zu beachten

Der Tipp mit der Aussicht auf den Sechser samt Zusatzzahl hat in Deutschland eine wahnsinnige Tradition. Auch heute ist das Lottospiel noch beliebt, wenngleich es an dem familiären Stellenwert verloren hat: Die Familie versammelt sich nicht mehr um den Fernseher und lauscht gebannt, welche Zahlen nach der samstäglichen Tagesschau verlesen werden. Dennoch macht das Spiel Spaß, heute gibt es auch mehr als eine Möglichkeit zum Spiel. Doch worauf müssen Spieler allgemein achten?

Online oder in der Annahmestelle?

Das Lottospiel im Internet schließt das Spiel in der Annahmestelle nicht aus. Grundsätzlich gibt es in Deutschland ohnehin nur zwei Möglichkeiten, wobei eine von ihnen aufgeteilt ist:

  • Annahmestelle – dies sind die im jeweiligen Bundesland zugelassenen Annahmestellen. Sie sind der offiziellen Lottostelle des Bundeslandes angeschlossen. Ein Spieler aus NRW spielt stets bei Westlotto, einer aus Hamburg bei Lotto Hamburg, jemand aus München bei Lotto Bayern.
  • Online – hier gibt es genau zwei Varianten. Entweder der Spieler gibt den Schein in der Onlineversion des Bundeslands-Lotto ab, also beispielsweise bei Lotto Hamburg. Oder aber, er nutzt einen lizenzierten Anbieter, der wiederum nicht allein auf ein Bundesland bezogen ist.

Das Spiel der Onlineversionen der Lottozentralen ist auf die Möglichkeiten der Annahmestellen begrenzt. Ausländische Lotterien sind hier nicht zu finden, dafür können die Lottokarten sowohl on- als auch offline genutzt werden. Das hat den Vorteil, dass, sollte es zu einem Gewinn kommen, der Schein nicht mehr vorgezeigt werden muss, sondern das gesamte Spiel gleichzeitig virtuell verbucht und ein Gewinn ausgezahlt wird.

Wer mehr Freiheiten wünscht, der kann die freien Lottoangebote nutzen. Hier warten weltweite Lotterien auf Spieler, hinzu kommen noch viele weitere Spiele. Aber Vorsicht: Es sollte genau geprüft werden, ob dieser Anbieter dazu befähigt ist. Zudem tippt der Spieler auf eine Wette, über die im Hintergrund eine Versicherung abgeschlossen wird. Die Ausnahme bilden die Anbieter, die eine Lottolizenz in Deutschland haben. Diese Spielscheine werden nicht als Wette behandelt, sondern stellen echte Tipps dar. Aber auf was ist beim Onlinespiel zu beachten?

  • Annahmeschluss – jede Lotterie hat einen Annahmeschluss. Die Webseiten der Online-Anbieter zeigen diesen klar und deutlich. Wer offline spielt, der muss schon selbst auf die Annahmezeiten aufpassen – und auf die Ladenöffnungszeiten. Es hilft beispielsweise nichts, dass der Annahmeschluss für den Eurojackpot freitags um 18:59 Uhr ist, die Annahmestelle aber schon im 18:30 Uhr den Laden schließt.
  • Gebühren – online lohnt es sich immer, die Gebühren der einzelnen Anbieter zu vergleichen. So kann es durchaus günstiger sein, beim originalen Lottoanbieter der eigenen Region zu spielen, wenn der Fremdanbieter noch eine Servicegebühr oben drauf legt. Fünfzig Cent kommen so schnell zusammen.
  • Möglichkeiten prüfen – beim Onlinespiel sind oft Spielvarianten möglich, dies es in den Annahmestellen nicht gibt. So können Spieler beispielsweise den Dauerquicktipp nutzen. Nur die Anzahl der Spielfelder, die Laufzeit und die eventuelle Auswahl der Zusatzlotterien werden eingegeben, alles andere macht das System. Bei mehrwöchigen Tipps wechseln die Zahlen auch ständig.
  • Registrierung – für das Onlinespiel müssen sich Spieler registrieren und legitimieren. Gleich nach der Anmeldung sind nur Einzahlungen von 100,00 Euro möglich. Um Gewinne ausgezahlt zu bekommen, ist die Legitimierung notwendig. Diese kann über eine 1-Cent-Überweisung samt Code erfolgen, aber auch über das Video-Ident-Verfahren oder das Einscannen des Personalausweises.
  • Auszahlung – im Spielkonto lässt sich die Auszahlung festlegen. Der Mindestbetrag liegt bei 5,00 Euro. Wer die automatische Auszahlung nutzen will, der kann auch hier einen Mindestbetrag einstellen. Sollen Kleingewinne beispielsweise dem Spielkonto gutgeschrieben werden, sodass beim nächsten Spiel erst auf das Guthaben zurückgegriffen werden kann, wird das eingestellt.

Achtung: Abhängig vom Bundesland herrschen klare Regelungen, bis zu welchem Betrag ein Gewinn direkt auf das Bankkonto des Spieles überwiesen werden darf. Dies gilt auch für Annahmestellen, die nur bis zu einem Betrag auszahlen dürfen. Bei höheren Gewinnen erfolgt eine weitere Verifizierung des Spielers um zu verhindern, dass Unberechtigte die Gelder erhalten.

6 aus 49 und Eurojackpot: Die beliebtesten Lotterien

Erst letzte Woche ging der Mega-Gewinn von 90 Millionen zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Deutschland. Wer es im Januar noch ein Gewinner aus NRW, schlug Fortuna dieses Mal deftig in Hessen ein. Doch nicht nur der EuroJackpot ist sehr beliebt, auch das klassische Lottospiel 6 aus 49 hat treue Fans und findet immer wieder neue Fans. Aber was steckt hinter den Lotterien?

  • Lotto 6 aus 49 – das ist der deutsche Klassiker, den es in abgewandelter Form nahezu in jedem Land gibt. Getippt werden sechs Zahlen aus einem Zahlenfeld mit 49 Ziffern. Die Superzahl steht schon fest auf dem Schein, online kann sie frei gewählt werden. Die Ziehungen erfolgen jeweils mittwochs und samstags, der höchste Jackpot lag bislang bei 42,6 Millionen Euro. Der Annahmeschluss ist Mittwoch um 17:59 Uhr, am Samstag eine Stunde später.
  • Eurojackpot – das ist die europaweite Lotterie, die das Gegenstück zu den EuroMillions bildet. Jeden Freitag geht es um einen Mindestjackpot von 10 Millionen Euro. Der Jackpot ist auf 90 Millionen begrenzt – wird er dann nicht geknackt, füllt sich die jeweils weiter unten liegende Gewinnklasse bis zum Maximalwert auf. Doch wie spielt man EuroJackpot? Aus zwei Zahlenfeldern tippen Spieler: Fünf Zahlen aus 50, zwei Zahlen aus 10. Der EuroJackpot sorgt mit seinen Quoten also für Hochspannung an jedem Freitag.

Beide Lotterien können in Deutschland mit den Zusatzlotterien ›Spiel 77«, ›Super 6‹ und der eigenen Lotterie ›Glücksspirale‹ kombiniert werden.

Fazit – ein paar Kreuze zum Glück?

Viel müssen Spieler nicht machen, um ihre Chance auf einen Millionengewinn zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeiten des Hauptgewinns liegen beim Eurojackpot sogar deutlich unter denen des klassischen Lottospiels, doch ist natürlich immer eine riesige Portion Glück mit an Bord. Dabei ist es auch unerheblich, ob in Annahmestellen, offline, mit System oder ohne oder in Spielgemeinschaften getippt wird. Im letzteren Fall gibt es eher die Problematik, dass durch die Teilnehmerzahl auch kleinere Gewinne geteilt werden müssen und weniger für den Einzelnen bleibt. Das kann sich bei einem Millionengewinn und zehn Teilnehmern schon in Ärger auswirken, denn eine Million durch zehn Personen bringt auch nur ein nettes Polster.

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