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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

greifen

grei|fen
V.
59, hat gegriffen
I.
mit Akk.
1.
mit der Hand oder mit einem Werkzeug fassen, nehmen;
ich kann den Ast mit der Hand g.; einen Gegenstand mit der Zange, Pinzette g.; er griff ein paar Akkorde auf dem Klavier
er schlug ein paar Akkorde an;
wenn solche Methoden Platz g.
wenn sich solche Methoden durchsetzen, ausbreiten;
heute ist die Luft so klar, dass man die Berge fast g. kann; die Berge sind zum Greifen nah
2.
fangen;
der Vogel ließ sich leicht g.; Greifen spielen
Fangen, Haschen spielen
II.
o. Obj.
1.
Widerstand finden, nicht abrutschen;
die Räder g. auf dem feuchten Lehm nicht
2.
ugs.
Wirkung haben;
das Medikament braucht einige Zeit, bis es greift
3.
schätzen;
ich greife sicher nicht zu hoch, wenn ich sage: 500
4.
etwas mit der Hand berühren oder suchen;
an etwas g.
mit der Hand etwas berühren;
in etwas g.
die Hand in etwas stecken, um etwas herauszuziehen, zu fühlen;
er griff in die Tasche; nach einem Gegenstand g.; er griff über sich ins Gepäcknetz; zu einem Buch g.
ein Buch nehmen, um darin zu lesen;
die Epidemie greift immer mehr um sich
breitet sich immer mehr aus;
zur Flasche g.
Alkohol trinken;
zu immer stärkeren Medikamenten g.
immer stärkere Medikamente nehmen
III.
mit Dat. (sich) u. Akk.
1.
sich etwas g.
rasch oder wahllos etwas nehmen;
er griff sich seinen Hut und ging; ich griff mir irgendein Buch aus dem Regal
2.
sich jmdn. g.
jmdn. zu sich bestellen, um ihm die Meinung zu sagen
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