Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Memoiren
Me|moi|ren 〈
[–moa:–]
nur Pl.
〉(denkwürdige, zeitgeschichtlich interessante) Lebenserinnerungen;
er schreibt gerade seine M.
[<
frz.
mémoire
„Gedächtnis, Erinnerung, Andenken, Denkschrift“, Pl. mémoires
„gesammelte Abhandlungen“, < lat.
memoria
„Gedächtnis, Erinnerung, Erzählung“, zu memorare
„gedenken, erzählen“, → memorieren
]
Wissenschaft
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...
Wissenschaft
Unsere verschobene Wahrnehmung
Wenn die Zeit vergeht, ändert sich auch der Blick auf die Vergangenheit. Es ist ein wachsendes Problem für Natur- und Klimaschutz, dass wir Dinge für normal halten, die früher ganz anders waren. Wissenschaftler nennen diesen Effekt das Shifting-Baseline-Syndrom. Von Rainer Kurlemann Wer kann sich noch erinnern, wie viele...