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Regenbogennation Südafrika

Südafrika, das wegen der vielen unterschiedlichen Volksgruppen, die hier zusammenleben, vielfach auch "Regenbogennation" genannt wird, steht nach Ende der Apartheid in besonderer Weise im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Schließlich leben hier am Kap Schwarze, Weiße, Indischstämmige, Kapmalaien, Chinesen und andere Ethnien, die fast alle Hautschattierungen und ihre jeweils eigene Kultur repräsentieren. Wo, wenn nicht hier, ließe sich die Überwindung des Rassismus überzeugender darlegen? Wo ließe sich besser der Nachweis führen, dass eine multikulturelle und multiethnische Gesellschaft friedlich zusammenleben und positive Kräfte freisetzen kann? Die Realität nach der Apartheid sieht derzeit aber noch ganz anders aus.

Atlantica! Südafrika aus dem Bertelsmann-Verlag

Freundschaften statt Vorurteile
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Schwarze, Weiße und "Coloureds" leben noch immer in sozialen und kulturellen Parallelwelten. Dieses Erbe des Apartheid-Regimes ist auch 20 Jahre nach dessen Ende noch nicht überwunden. Zwar gibt es verheißungsvolle Ansätze wie die Einführung von gemischten Schulen und die Förderung einer schwarzen Mittel- und Oberschicht – noch immer sind die Berührungspunkte der einzelnen Volksgruppen aber denkbar gering. Zuerst muss sich die Einsicht durchsetzen, dass einer der größten Trümpfe Südafrikas die ethnische Vielfalt ist und dass sich aus ihr die Kraft, die Kreativität und die Zukunftsfähigkeit des Landes speisen. Erst dann wird sich auch der Begriff der "Regenbogennation" mit Leben füllen.

 

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