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Tiefenwärme in den eigenen vier Wänden

Die Erdwärmepumpe wird immer beliebter! Ob zur Stromgewinnung, zum Heizen oder zum Kühlen: Das Potenzial der Erdwärme (Geothermie) wird als unerschöpflich angesehen und ist damit eine attraktive und umweltschonende Alternative zu fossilen Brennstoffen. Deshalb rüsten viele Hausbesitzer um und lassen sich eine Erdwärmepumpe legen.
Ute Becker, wissen.de

Tiefenwärme mittels Erdwärmepumpe

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Bereits ab 50 Meter unter der Erdoberfläche herrscht eine Temperatur um die 12° C, bei 1000 Meter Tiefe sind es schon 40° bis 60° C. Die Energie stammt noch aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems, als durch Verdichtung von Massenteilchen die Erde entstand. Technisch nutzbar sind heiße Wasser- bzw. Wasserdampfquellen wie beispielsweise die Geysire und die geothermischen Lagerstätten wie Lava, magmatische Kammersysteme und trockene heiße Tiefengesteine. Während man die Energie aus mehreren tausend Metern Tiefe zur Stromgewinnung nutzt, ist die Energie aus 50 Meter Tiefe für den Hausbesitzer zum Heizen und Kühlen interessant.

 

Das Prinzip Erdwärmepumpe

Mit Hilfe einer Erdwärmepumpe können viele Hausbesitzer die Erdwärme zu sich ins Haus holen. Und es klingt vielversprechend: Denn Wärmepumpen gehören zu den effektivsten Heiz- und Warmwassersystemen, da sie die in der Umgebungsluft, im Erdreich oder im Grundwasser gespeicherte Sonnenwärme ganzjährig nutzen. Sie sind damit wetter- und zeitunabhängig. Die kostenlose Umweltenergie liefert der Erdwärmepumpe ca. 75 % der Heizenergie. Mit 25 % Fremdenergie in Form von Strom kommt sie auf 100 % Heizleistung.

Das Prinzip der Wärmepumpe ist mit dem des Kühlschranks zu vergleichen: Für die Erdwärmepumpe werden Kunststoffrohre in der Erde verlegt. In diesen Rohren kreist Wasser, dass die Umgebungswärme aufnimmt und sie an die Wärmepumpe abgibt. Von dort geht es in die Heizung und an das System zur Wassererwärmung. Der Kühlschrank entzieht der Umgebung ebenfalls Wärme, kühlt die Temperatur dann aber nach unten.

 

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