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Viel Land, wenige Menschen

Australien ist das sechstgrößte Land der Erde und mit 7,7 Mio. km² fast so groß wie die USA ohne Alaska, doch die Zahl der Bewohner liegt nicht wesentlich über 20 Millionen. Kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Großteil des Landes aus trockenem Buschland besteht, ein Drittel sogar aus Wüste.

aus dem n-tv Atlas 2008

Geologisch gesehen ist Australien sehr alt, einzelne Felsformationen im Westen entstanden schon vor 3,4 Milliarden Jahren. Die hier gefundenen Stromatolithen gelten als die ältesten Fossilien unseres Planeten.

 

Dürre durch Klimawandel?

Outback im Süden von Australien
istockphoto.com
Wasser ist in Australien schon von Natur aus Mangelware. Der meiste Regen fällt an der Ostküste, wo der größte Gebirgszug des Landes, die Great Dividing Range mit dem 2 229 m hohen Mount Kosciuszko als höchster Erhebung, als eine Art Barriere wirkt. Östlich davon erstreckt sich ein schmaler fruchtbarer Küstenstreifen, westlich schließt sich die Mittelaustralische Senke an.

Dazu gehören das Große Artesische Becken mit dem größten unterirdischen Wasserreservoir der Erde und das ebenfalls verhältnismäßig wasserreiche australische Tiefland im Bundesstaat New South Wales. Hier fließt der einzige schiffbare Fluss, der 2 655 km lange Murray, der ein Siebtel des Landes mit Wasser versorgt. Nach Westen erstreckt sich das Westaustralische Plateau mit großen Wüstengebieten. Auf der Westseite des Plateaus ragt die Hamersley Range mit ihren reichen Eisenerzvorkommen  auf und in der Mitte erheben sich neben anderen Gipfeln die bekanntesten Berge Australiens, Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas).

Düstere Prognosen

Zu Beginn des 21. Jh.s wurde Australien von einer anhaltenden Dürre heimgesucht, möglicherweise einer Folge des globalen Klimawandels. Und Prognosen zufolge dürfte es noch schlimmer kommen: Der Weltklimarat sagt besonders für Süd- und Ostaustralien – hier liegen die Millionenstädte Brisbane, Sydney, Melbourne und Adelaide – erhebliche Probleme mit der Wasserversorgung voraus, weil die Niederschlagsmengen zurückgehen und höhere Temperaturen zu einer vermehrten Verdunstung führen.

Darüber hinaus steigt vermutlich das Risiko von Buschbränden, die immer eine Gefahr für die Landwirtschaft darstellen. Die Küsten werden voraussichtlich vom steigenden Meeresspiegel betroffen sein, außerdem prognostizieren die Wissenschaftler heftigere und möglicherweise auch häufigere Wirbelstürme.

 

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