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Wie bekommt man graue Haare?

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Geschichten erzählen oft, dass jemand über Nacht vor Sorgen "ergraute". Dabei handelt es sich jedoch um eine Übertreibung. Graue Haare bekommt man nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Dann nämlich wenn unser Körper aufgrund unseres Alters - oder wegen einer bestimmten Krankheit - einen bestimmten Stoff nicht mehr ausreichend bildet. Der Stoff heißt Tyrosin und er ist wichtig für die Entstehung des Haarfarbstoffs Melanin.

Steht im Körper nicht mehr genügend Melanin zur Verfügung, bekommen die neu nachwachsenden Härchen keine Farbe mehr ab. Stattdessen werden Luftbläschen in den Haaren eingelagert. Das Haar erscheint für unsere Augen grau.

Im Schnitt haben Haare eine Lebensdauer von zwei bis sechs Jahren. Danach fallen sie aus und ein neues Haar wächst an der Stelle. So kommt es, dass die schwarzen, blonden, braunen oder roten Haare immer weniger werden und an ihre Stelle graue Haare treten. Die Haare an den Schläfen werden übrigens schneller ersetzt. Deshalb ergrauen die meisten Menschen zuerst an den Schläfen.

In ganz seltenen Fällen kann es passieren, dass jemand am nächsten Morgen mit einem komplett grauen Schopf erwacht. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, bei der alle farbigen Haare ausfallen. Nur die grauen bleiben übrig. Bisher konnte jedoch noch nicht nachgewiesen werden, dass dieser Sonderfall, der "Alopecia areata" genannt wird, etwas mit Angst oder Trauer zu tun hat.

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