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Wiener Schmäh inklusive

Hotel Johann Strauss

Hotel Johann Strauß
53 Zimmer, hauseigene Garage
IV. Bezirk, Favoritenstraße 12; Tel. 505 76 24
U1 Taubstummengasse
www.hotel-johann-strauss.at

Hotel Johann Strauss, Wien

Hotel Johann Strauss

Johann Strauß ist wohl einer der bekanntesten Wiener Exporte! Mit der „Fledermaus“, „Wiener Blut“ und dem „Donauwalzer“ ging das Wiener Lebensgefühl um die halbe Welt. Soviel zum Namensgeber des Hotels, das sonst mit dem Komponisten wenig zu tun hat, denn dieser hat sich hier nie aufgehalten. Erbaut wurde das Haus – ursprünglich ein reines Wohnhaus – um 1900 im Jugendstil. Die Hotelzimmer sind auf mehrere Stockwerke verteilt und wurden 2001 komplett renoviert. Jetzt gibt es auch eine Anschlussmöglichkeit für den Laptop und zusätzlich einen Internetzugang über den Fernseher

Ein wahres Schmuckstück ist das Stiegenhaus mit den bunten Glasfenstern und dem schmiedeeisernen Geländer, das alternativ zum Lift zu den oberen Zimmern führt. Jugendstil auch im Hotel, wohin man blickt: Lampen, Möbel, Bordüren und Vorhänge mit Blumenmotiven und verschlungenen Ranken und Blüten, und natürlich Klimt­Bilder. Sehr ansprechend ist auch der Frühstücksraum im Souterrain des Hauses mit seinen runden Tischchen. Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen: Frisches Obst, Müsli, köstliche Marmeladen und frisches Gebäck, aber auch für Fleischtiger ist gesorgt. Ein Teil des Frühstücksraumes hat einen gläsernen, beleuchteten „Himmel“, was eine besonders angenehme Atmosphäre schafft. Hier steht auch das prächtige hölzerne Pferd eines alten Ringelspiels, das immer wieder für Bewunderung bei den Gästen sorgt. Gleich vorweg: Es ist leider nicht verkäuflich!

Das Personal ist nicht nur einfach freundlich, es „rennt“ auch der berühmte Wiener Schmäh. Man ist sehr darum bemüht, dass sich die Gäste aus aller Welt wohlfühlen. Schwierig zu erfüllen war nur vor einigen Jahren der Wunsch eines älteren Paares aus Israel, das ein lautes Zimmer verlangte, da der Ehemann nur mit Autolärm einschlafen konnte. Man verlagerte die Gäste umgehend in ein straßenseitiges Zimmer mit der Empfehlung, bei offenem Fenster zu schlafen. Denn selbstverständlich sind alle Fenster doppelt schallisoliert. Das Hotel liegt sehr zentral, nahe der Wiener Innenstadt. Das Auto können Sie beruhigt in der hoteleigenen Garage stehen lassen, es sind nur wenige Schritte zur Oper und in die Kärntnerstraße, und auch eine U­Bahn­Station haben Sie vor der Türe. In den Jahren 1934 bis 1938 wohnte hier im Haus übrigens der Künstler und Bildhauer Arthur Fleischmann (1896– 1990), Bahnbrecher in der Verwendung von Acryl in der Bildhauerei.

Wissenswertes
Lokale gibt es relativ viele in der Umgebung. Eines sei hier empfohlen: Das Artner in der Floragasse. Hier gibt es ein günstiges Mittagsmenü, die Weine aus der eigenen Produktion können Sie auch flaschenweise mit nach Hause nehmen. Restaurant Weinkellerei Artner IV. Bezirk, Floragasse 6 Tel. 503 50 33 www.artner.co.at

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von Sonja Urich (mit freundlicher Genehmigung des metro-Verlages)
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