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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Vetter

zunächst trug
mhd.
veter(e),
ahd.
fetiro die Bedeutung „Vatersbruder“ und koexistierte neben Oheim, das den „Muttersbruder“ bezeichnete, bis sich in
frühnhd.
Zeit diese Unterscheidung auflöste und das aus dem
Frz.
entlehnte Onkel sich in der Bedeutung „Bruder des Vaters oder der Mutter“ in der deutschen Sprache etablierte; das somit zunächst nutzlos gewordene Wort Vetter überlebte, indem es schließlich die heutige Bedeutung „Sohn des Onkels oder der Tante“ annahm, für die es bis dahin noch kein eigenes Wort gegeben hatte; heute konkurriert es mit dem im 17. Jh. ebenfalls aus dem Frz. übernommenen Cousin; wie seine urspr. Bedeutung nahelegt, entstand die Verwandtschaftsbezeichnung Vetter als Ableitung zu einer früheren Form des Substantivs Vater

 

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