Daten der Weltgeschichte
105 v. Chr.
Rom
Gaius Marius siegt in Nordafrika. Sein Erfolg beruht auf einer Neuerung, die auf Dauer das Ende der römischen Republik herbeiführen wird: Er setzt in seinem Heer erstmals Besitzlose ein („Proletarier“), die im Falle des Sieges Anteil an der Beute bekommen. Sie fühlen sich dem Feldherrn, dessen Siegen sie materiellen Gewinn verdanken, verbunden, der seinerseits durch ihre treue Gefolgschaft ein politischer Machtfaktor wird. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass die traditionellen römischen Bauernheere die immensen Gebiete des Reiches aufgrund ihrer geringen Stärke nicht mehr schützen können.
Ausweg aus der Antibiotika-Krise
Gegen viele Bakterien hilft kein Antibiotikum mehr. Doch Phagen können solche Bakterien töten. Nach einer langen Pause nimmt die Phagenforschung jetzt wieder Fahrt auf. von YasMin Appelhans Als das Telefon klingelt, ist Steffanie Strathdee ausnahmsweise nicht bei ihrem Mann im Krankenhaus. Dabei wacht sie seit Wochen fast ständig...
Goldfischer vom Zürichsee
Mit Proteinen aus Molke lässt sich Gold aufsammeln – etwa um das Edelmetall aus Elektroschrott herauszuholen. Schweizer Wissenschaftler haben die Technik dafür entwickelt. von CHRISTIAN BERNHART Es sieht aus wie ein Knäuel frisch geschorener Schafwolle, was auf Raffaele Mezzengas Arbeitstisch liegt. Tatsächlich besteht der Knäuel...