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Der Schwarze Freitag, der eigentlich ein Donnerstag war

Die Krisen - heute und vor 80 Jahren

Die Welt ächzt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die globalen Märkte noch immer fest im Griff. Was uns heute als Katastrophe ohnegleichen erscheint, ist in Wirklichkeit jedoch eine Wiederholung. Denn bereits vor 80 Jahren steckte die Weltwirtschaft in einer tiefen Depression. Eingeleitet wurde der als Great Depression in die Geschichte eingegangene Börsenkrach am 24. Oktober 1929. Das war zwar ein Donnerstag. Trotzdem spricht man heute allgemein vom "Schwarzen Freitag". Die auf den Black Friday folgende jahrelange weltweite Rezession mit Massenarbeitslosigkeit und Produktionsrückgang hatte auch politische Konsequenzen. Besonders in Deutschland kam es zu einer folgenschweren politischen Radikalisierung.

Zum Lexikonartikel Weltwirtschaftskrise

Der Schwarze Freitag 1929

Nervös und aufgeregt reagierten die europäischen und fernöstlichen Aktienmärkte am Freitag, 25. Oktober 1929, auf den Kursverfall an der New Yorker Börse vom Vortag.

Tatsächlich lief das Geschäft in New York am 25. nach den beiden hektischen Vortagen eher ruhig. Am 23. Oktober wurde in New York die Rekordzahl von 6,5 Millionen Aktienverkauft, und am Donnerstag, 24. Oktober, kam es zu Panikverkäufen, zu Gerüchten, die Börse werde geschlossen und mehrere bekannte Financiers hätten sich aus dem Fenster gestürzt. 12,9 Millionen Aktien wurden umgesetzt. Die Papiere der großen US-amerikanischen Gesellschaften verloren bis zu 40 Prozent ihres Werts. Vor Börsenschluss gab es leichte Kurserholungen. Stützungskäufe von Banken führten jedoch nicht zu einer langfristigen Beruhigung.

Bereits am Nachmittag des 28. Oktobers entstand eine neue Panik. Neun Millionen Aktien wurden verkauft: am 29. waren es 16,5 Millionen.

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