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Diese Fehler sollte man beim Glücksspiel tunlichst vermeiden

Beim Glücksspiel gibt es nur zwei Kategorien von Menschen: Gewinner und Verlierer. Der Wechsel von der einen zur anderen Kategorie ist immer nur ein Spiel entfernt. Und die einzige Möglichkeit, möglichst häufig und lange zu den Siegertypen gehören, ist es, die folgenden Fehler kategorisch zu vermeiden. Garantien auf Dauersiege abonniert man damit zwar nicht. Aber man erhöht seine Chancen, unterm Strich zu gewinnen.

Spieltisch mit Jetons
Mitmachen ist leicht, verlieren noch leichter. Bei jeglicher Form von Glücksspiel muss man Fehler weitestgehend vermeiden.

1. „Irgendwo“ spielen

Es gibt, on- wie offline- eine Menge Möglichkeiten fürs Glücksspiel. Allerdings sind nur einige davon wirklich geeignet. Zunächst mal wegen der Legalität. Wer in Deutschland Glücksspiele anbieten will, der muss von der Bundesrepublik oder zumindest der EU dafür eine Lizenz besitzen – Punkt. Alles andere ist illegales Glücksspiel, bei dem sich auch die Teilnehmer strafbar machen. Und andererseits wegen der Gewinnchancen. Nehmen wir die besten Online-Casinos. Die bekamen ihren Titel deshalb, weil sie nicht nur lizensiert sind, sondern weil dort auch die Zufallsgeneratoren überwacht werden, weil sie durch Dritte zertifiziert wurden (und dies auch nachweisen können) und über Spielsucht informieren. Dort hat man also nachgewiesenermaßen realistische Gewinnchancen und nicht nur solche, die unter „verschwindend gering“ laufen. Und nur in solchen Etablissements – abermals on- wie offline – sollte man um etwas so Wertvolles wie sein sauer verdientes Geld spielen.

2. Alles auf eine Karte setzen

Das hier ist die wichtigste, die goldene Regel und man sollte sie bei wirklich jedem Glücksspiel einhalten: Niemals sein ganzes Geld oder einen Großteil davon auf eine einzelne Wette, Karte, Nummer oder Ähnliches setzen. Selbst wenn es sich dabei um ein ganz einfaches Ja/Nein-Schema handelt, hat man gemäß der Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung nur eine 50-prozentige Siegeschance. Und je nach Spiel, Komplexität usw. ist die auch noch viel geringer. Beim Spiel gilt zwar „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Aber das erstreckt sich nicht auf sinnloses Wagnis. Glücksspiel hat nur wenig mit Glück, dafür viel mit kühlem Kalkül zu tun.

3. Nicht in Topform sein

Glücksspiel verbindet mehrere wichtige Elemente miteinander. Mathematik gehört ebenso dazu wie logisches Denken, Risikoanalyse. Das Problem ist, dass man sich all diese Punkte gehörig vernebeln kann. Alkohol, schlechte Laune (allerdings auch übertrieben gute), Drogen, Trauer. Das sind alles Dinge, die teilweise dramatisch die eigene Spielfähigkeit herabsetzen. Einfaches Beispiel: Wer beim Spielen einige Drinks zu viel nimmt, wird am nächsten Tag nicht nur mit einem Kater zu kämpfen haben. Er erhöht direkt seine Risikobereitschaft, während gleichzeitig sein Urteilsvermögen getrübt wird, die Selbsteinschätzung steigt und der allgemeine Überblick über die Lage sinkt. Und wenn das passiert, man also nicht voll dabei ist (auch wenn man sich topfit wähnt), verliert man. Zudem steigt die Gefahr, trotzig zu werden (Siehe 5).

4. Ohne Wissen loslegen

Vor allem bei Automatenspielen ist der Reiz ziemlich groß: Ein paar Münzen in den Schlitz stecken, die blinkenden Knöpfe drücken. Kann ja nicht so schwer sein. Doch, das ist es. Jedes Glücksspiel, selbst die, die einfach wirken, benötigt ein gewisses Grundwissen, um spielen zu können – andernfalls könnte man sein Geld auch einfach direkt dem Croupier in die Brusttasche stecken und weggehen. Das gilt umso mehr dort, wo niemand merkt, dass man ein totaler Anfänger ist. Sprich, online. Wer hier (um Geld) spielen möchte, sollte sich zuvor nicht nur umfangreich in die Regeln dieses einen Spiels eingelesen haben, sondern auch schon einige Trainingsrunden ohne reales Geld auf dem Kerbholz haben. Man käme ja auch nicht auf die Idee, zu glauben, als jemand, der noch nie auf einem Fahrrad gesessen hat, gleich bei der Tour de France mitradeln zu können.

Roulettetisch
Wenn man an einem Abend fünfmal hintereinander verliert, sollte man, auch wenn das Limit noch nicht ausgeschöpft ist, aufhören.

5. Trotzig werden

Man kann die Regeln beherrschen, kann in einer guten Tagesform sein – und trotzdem einen miesen Tag erwischt haben und verlieren. Vielleicht sind die Gegner einfach besser, vielleicht funktionieren die eigenen Fähigkeiten an diesem Tag doch nicht so, wie man es glaubte – Gründe gibt es massenhaft. Doch die völlig falsche Antwort darauf wäre es, nun nach dem Motto „jetzt erst recht“ weiterzuspielen. Das würde gleichsam auch noch die zweite Regel verletzen. Denn durch den Trotz wird man automatisch risikobereiter und jagt dann seinen Verlusten hinterher. In den allermeisten Fällen ohne Erfolge, dafür noch mit viel mehr Verlusten. Die einzige Antwort, die man auf einen schlechten Tag haben sollte, ist die „Fünfer-Regel“: Verliert man bei fünf aufeinanderfolgenden Spielen, egal wie knapp und egal wie wenig, lässt man es für heute gut sein und kommt an einem anderen Tag wieder.

6. Keinen Rahmen haben

Spielsüchte sind im Prinzip alle gleich. Und sie alle haben einen gemeinsamen Kern: Den Verlust der Kontrolle über sein Handeln. Und eines begünstigt in jedem Fall diesen Kontrollverlust, selbst bei eigentlich stabilen Persönlichkeiten: Man hat sich kein Limit gesetzt. Um es ganz klar zu formulieren, für jede Glücksspiel-Session sollte man sich ein Geldlimit setzen. Ist das verspielt, hört man auf. Um das sicherzustellen, nimmt man nur die benötigte Menge Geld mit oder schreibt sich die Summe gut sichtbar auf einen Zettel am Computerbildschirm. Das ist zwar primär ein Kontrollmechanismus, mit dem man verhindert, dass man unkontrolliert spielt. Gleichsam ist es aber auch eine kleine psychische Stolperfalle, die man sich setzt. Ohne Limit spielt das eigene Gewissen fröhlich weiter. Mit Limit jedoch muss man es aktiv ausschalten, um weiterspielen zu können.

7. Sich ablenken lassen

Vor einem wird Onlinepoker gespielt, im Hintergrund flackert der Fernseher, zwischendurch wirft man immer wieder einen Blick aufs Handy. Stellt man sich das mal bildlich vor, ist klar, dass man sich dabei automatisch in die Verlustzone bringt. Denn jede Ablenkung sorgt dafür, dass man sich nicht mehr mit den nötigen hundert Prozent aufs Spiel konzentriert. Viel mehr noch, das Spiel wird zur beiläufigen Handlung, unser Fokus bezüglich Risikomanagement ist nicht mehr voll bei der Sache. So einfach es klingt, wenn man spielt, sollte man sich mit Augen, Ohren und Gedanken nur mit dem Spiel befassen.

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