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Klaus Mann – Kosmopolit „aus Instinkt und Notwendigkeit“

Klaus Mann (18.11.1906 bis 21.5.1949) ist als Literat, Essayist, Journalist und Herausgeber einer der bedeutendsten Vertreter der Exilliteratur. Sein schriftstellerisches Werk hat sich von einem anfänglich unpolitischen Ästhetizismus im Geist der schillernden 20er-Jahre-Bohème zur engagierten Literatur eines glühenden Nazigegners und Europa-Befürworters gewandelt. Die bittere Erkenntnis, dass es für seine Vision von einer freiheitlichen Gesellschaft auch nach Kriegsende keinen Nährboden gab, führte dazu, dass Klaus Mann seinem rastlosen, immer wieder von Drogenexzessen sowie beruflichen und privaten Enttäuschungen erschütterten Leben im Alter von 42 Jahren in Cannes ein Ende setzte.

von Ariane Greiner

Er sei „von dieser Epoche getötet“, schreibt Onkel Heinrich Mann über seinen Neffen. Dabei hat Klaus Mann, ältester Sohn von Thomas Mann, in dessen kurzes Leben zwei Weltkriege fielen, stets für eine übergeordnete Gerechtigkeit gekämpft – nicht nur durch seine literarischen Arbeiten und unzähligen Vorträge, sondern gegen Ende des 2. Weltkriegs auch als Soldat der US-Armee. Der Glaube an eine Humanität, die schließlich siegen müsse, weil sie über die großen Entweder-Oders der Zeit – Kriegsbefürworter oder Pazifist, Nazi oder Antifaschist, Kommunismus oder Kapitalismus – erhaben sei, wich gegen Ende seines Lebens einer zunehmenden Resignation.

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