Lexikon
Ägypten
Aufstieg Mohammed Alis und britische Oberherrschaft
1798 landete Napoleon I. mit einem französischen Expeditionsheer in Alexandria. Er musste aber einer türkisch-britischen Übermacht weichen. Nach dem Abzug der Franzosen konnte sich 1805 der in osmanischen Diensten stehende Mohammed Ali als erblicher Statthalter durchsetzen. Damit wurde er zum Begründer der bis 1952 herrschenden Dynastie. Mohammed Ali brach die Macht der Mamluken, reformierte die Verwaltung und schuf eine moderne Infrastruktur. 1869 konnte der Suezkanal eröffnet werden.
1875 musste Vizekönig Ismail den ägyptischen Anteil an den Suezkanal-Aktien England überlassen. Frankreich und England übernahmen die Kontrolle der ägyptischen Staatsfinanzen. Gegen diese Demütigung erhoben sich 1881 nationalistische Offiziere. 1882 besetzten britische Truppen das Land, das formal unter osmanischer Oberhoheit blieb. Die Dynastie Mohammed Alis blieb auf dem Thron. 1914 wurde Ägypten britisches Protektorat. Im 1. Weltkrieg gewann die ägyptische Nationalbewegung an Einfluss.
1922 wurde Ägypten in die Unabhängigkeit entlassen. Die Briten behielten allerdings die Kontrolle über den Suezkanal und sicherten sich weitere Mitspracherechte. Erst Faruk I., der 1936 den Thron bestiegen hatte, konnte die britische militärische Besatzung auf die Suezkanalzone beschränken. Im 2. Weltkrieg schlugen britische und verbündete Truppen 1942 das deutsche Afrikakorps bei Al Alamein. Die ägyptische Armee beteiligte sich nicht an den Kämpfen.
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