Lexikon

Enharmnik

[die; griechisch]
in der Musik der griechischen Antike die Verwendung von kleineren Intervallen als das des chromatischen Halbtons. Im Gegensatz zur Diatonik und Chromatik ist die Enharmonik ein Tonsystem, das die Quarte in eine große Terz und zwei enharmonische Intervalle teilt, die zusammen die Größe eines chromatischen Halbtons haben.
Seit dem Mittelalter ist Enharmonik das Verhältnis der beiden Töne zueinander, die entstehen, wenn zwei Töne im Abstand eines Ganztons jeweils um einen halben Ton herauf- bzw. heruntergesetzt werden (z. B. wenn c zu cis und d zu des wird). Mit der Einführung der temperierten Stimmung, die den Größenunterschied zwischen chromatischen und diatonalem Halbton aufhob, wurden diese Töne klanggleich. Das führte zur enharmonischen Umdeutung eines Tons oder eines Akkords, die u. a. von J.-P. Rameau beschrieben wurde. Als enharmonische Verwechslung bezeichnet man die Notierung des gleichen Tons durch einen anderen, d. h. durch das Vorzeichen eines oder . Mit der Auflösung der Tonalität im 20. Jahrhundert durch A. Schönberg u. a. wurde die Enharmonik bedeutungslos.
Videocall
Wissenschaft

Gestörte Videoanrufe untergraben Sympathie und Vertrauen

Ob Bewerbungsgespräche, Gerichtsverhandlungen oder Gesundheitsberatungen: Videotelefonate haben sich in vielen Bereichen als Alternative zu persönlichen Gesprächen entwickelt. Doch die digitalen Treffen bergen auch Risiken, zeigt eine Studie. Häufige technische Störungen wie Ton- und Bildaussetzer sorgen nämlich dafür, dass wir...

Glaube.jpg
Wissenschaft

Die Musik der Sphären

Harmonice mundi“ – Fünf Bücher über die Harmonik der Welt hat Johannes Kepler im frühen 17. Jahrhundert verfasst und dabei vor allem geometrische Formen im Auge gehabt. Der Astronom gewann darüber hinaus die Überzeugung, dass die Planeten bei ihrer Umkreisung der Sonne Töne erzeugen, deren Klang er nach dem Vorbild des Pythagoras...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon