Lexikon

Enharmnik

[die; griechisch]
in der Musik der griechischen Antike die Verwendung von kleineren Intervallen als das des chromatischen Halbtons. Im Gegensatz zur Diatonik und Chromatik ist die Enharmonik ein Tonsystem, das die Quarte in eine große Terz und zwei enharmonische Intervalle teilt, die zusammen die Größe eines chromatischen Halbtons haben.
Seit dem Mittelalter ist Enharmonik das Verhältnis der beiden Töne zueinander, die entstehen, wenn zwei Töne im Abstand eines Ganztons jeweils um einen halben Ton herauf- bzw. heruntergesetzt werden (z. B. wenn c zu cis und d zu des wird). Mit der Einführung der temperierten Stimmung, die den Größenunterschied zwischen chromatischen und diatonalem Halbton aufhob, wurden diese Töne klanggleich. Das führte zur enharmonischen Umdeutung eines Tons oder eines Akkords, die u. a. von J.-P. Rameau beschrieben wurde. Als enharmonische Verwechslung bezeichnet man die Notierung des gleichen Tons durch einen anderen, d. h. durch das Vorzeichen eines oder . Mit der Auflösung der Tonalität im 20. Jahrhundert durch A. Schönberg u. a. wurde die Enharmonik bedeutungslos.
Schimpanse frisst Frucht
Wissenschaft

Vergorene Früchte als Ursprung menschlichen Alkoholkonsums?

Viele Menschenaffen verzehren gerne vergorenes Fallobst. Wie verbreitet dieses Verhalten allerdings ist, ist noch unklar – unter anderem, weil viele Studien nicht zwischen dem Konsum von frisch gepflückten und vom Boden aufgelesenen, potenziell vergorenen Früchten unterscheiden. Ein Forschungsteam schlägt deshalb vor, einen...

Geothermie
Wissenschaft

Wärme aus der Tiefe

Mit der Geothermie ließe sich ein großer Teil der aktuellen Energieprobleme lösen. Doch bislang wird die Wärmequelle im Untergrund kaum genutzt. Was sind die Gründe? von HARTMUT NETZ Die Freude war groß am 27. September 2004, als am Bohrplatz von Unterhaching aus 3346 Meter Tiefe eine 122 Grad Celsius heiße Wasserfontäne in die...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon