Lexikon
Formalịsmus
Literatur
eine in Russland begründete, auf dem Symbolismus und Kubofuturismus basierende Schule der Literaturwissenschaft (1915–1930), die als Gesetz der Dichtkunst und als Kompositionsprinzipien sprach- und formalanalytische Kriterien, nicht aber psychologische, ideologische, politische und theologische Gesichtspunkte anerkannte. Der Formalismus richtete das Hauptaugenmerk auf die poetische Syntax, verharrte in abstrakt-theoretischen Anschauungen und wandte sich gegen biografische und soziologische Forschung (B. Schklowskij, B. Ejchenbaum, L. P. Grossmann, T. Tynjanow, R. Jakobson u. a.). Nach Angriffen der marxistischen Kritiker schwenkte er zur soziologischen Methode über.
Wissenschaft
»Entscheidend ist die Empfindungsfähigkeit«
Welcher Schutz sollte Embryoiden – stammzellbasierten Embryonen – zukommen? Die Bioethikerin Hannah Schickl über Standpunkte in der Forschung.
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Wissenschaft
Zufall oder Zusammenhang?
Maschinelles Lernen revolutioniert die Datenanalyse. Doch als statistische Methode unterscheidet es nicht zwischen Ursache und Wirkung – und kratzt daher oft nur an der Oberfläche der Realität. von THOMAS BRANDSTETTER Je bunter die Blätter der Bäume werden, desto mehr Menschen leiden an Schnupfen. Doch ist die herbstliche...