Lexikon
Formalịsmus
Literatur
eine in Russland begründete, auf dem Symbolismus und Kubofuturismus basierende Schule der Literaturwissenschaft (1915–1930), die als Gesetz der Dichtkunst und als Kompositionsprinzipien sprach- und formalanalytische Kriterien, nicht aber psychologische, ideologische, politische und theologische Gesichtspunkte anerkannte. Der Formalismus richtete das Hauptaugenmerk auf die poetische Syntax, verharrte in abstrakt-theoretischen Anschauungen und wandte sich gegen biografische und soziologische Forschung (B. Schklowskij, B. Ejchenbaum, L. P. Grossmann, T. Tynjanow, R. Jakobson u. a.). Nach Angriffen der marxistischen Kritiker schwenkte er zur soziologischen Methode über.
Wissenschaft
Mir ist so langweilig!
Überraschend, aber wahr: Langeweile hat auch ihre guten Seiten, wie neue Studien zeigen. von CHRISTIAN WOLF Langeweile ist lästig. Wer sie spürt, will das fade Gefühl loswerden – was gerade in Corona-Zeiten mit den eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten nicht so einfach ist. Und Langeweile hat weitere Schattenseiten: Studien...
Wissenschaft
Sturzflug, Segelflug, Schwebeflug
Wie Vögel ihre Körper perfekt an ihren Lebensraum angepasst und entsprechende Flugtechniken entwickelt haben. Von RALF STORK Im zentralen Lichthof des Berliner Naturkundemuseums gibt es ein Exponat von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert. Nein, gemeint ist nicht Giraffatitan brancai, das mit 13,27 Metern Höhe größte...