Lexikon
Geld
Wert des Geldes
Frühe Versuche der Wirtschaftswissenschaft, den Wert des Geldes zu bestimmen, sind unbefriedigend geblieben. Zwar kann man, wie etwa A. Smith, K. Marx oder A. Wagner, den Wert des Geldes auf die Kosten seiner Produktion zurückführen. Das Problem jedoch, dass die Produktionskosten selbst ohne die Existenz eines allgemeinen Wertmaßstabs nicht bestimmbar sind, ist ungelöst. Letztlich hängt der reale Geldwert von der Menge nützlicher Dinge ab, die mit einer bestimmten nominalen Geldmenge (z. B. 100 Euro) erworben werden kann, also von der Kaufkraft des Geldes. Demgemäß lassen sich Schwankungen des Geldwertes im einfachsten Fall mit Schwankungen der Geldmenge und/oder der Geschwindigkeit des Geldumlaufs sowie der gesamtwirtschaftlichen Produktionsleistung erklären: Sinkt z. B. die Produktion, während alle übrigen Größen unverändert bleiben, so sinkt auch die Kaufkraft einer Geldeinheit, was seinen Ausdruck in einem steigenden Preisniveau findet. – Vom Binnenwert des Geldes unterscheidet man den Außenwert, d. h. den Preis der inländischen Währung, gemessen in einer ausländischen Währung (Wechselkurs).
- Einleitung
- Erscheinungsformen des Geldes
- Funktionen des Geldes
- Wert des Geldes
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