Lexikon

Griechen siegen bei Marathon

Griechen siegen bei Marathon
Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet in seinen Historien über den großen Erfolg der Griechen in der Schlacht bei Marathon 490 v. Chr. über die persischen Invasoren:

Miltiades ordnete das Heer zur Schlacht und stellte es folgendermaßen auf. Den rechten Flügel befehligte der Polemarchos Kallimachos ... dann folgten die Phylen, nach ihrer festgesetzten Reihenfolge geordnet, und endlich schlossen auf dem linken Flügel die Plataier die Schlachtreihe ab ... Die so geordnete Schlachtreihe der Athener bei Marathon war ebenso lang wie die medische [persische], doch war sie in der Mitte nur wenige Reihen tief, die Mitte war also am schwächsten; auf den beiden Flügeln standen die Truppen dichter.

Als die Aufstellung vollendet war und als das Opfer günstig ausfiel, stürmten die Athener auf das Zeichen zur Schlacht hin gegen die Barbaren vor. Die Entfernung zwischen beiden Heeren betrug nicht weniger als acht Stadien. Die Perser sahen die Athener im Laufschritt nahen und rüsteten sich, sie zu empfangen. Sie hielten es für ein ganz tolles selbstmörderisches Beginnen, als sie die kleine Schar heranstürmen sahen, die weder durch Reiterei noch durch Bogenschützen gedeckt wurde. Aber während die Barbaren solche Gedanken hegten, kamen schon die Haufen der Athener heran, der Kampf begann und sie hielten sich wacker ... Der Kampf bei Marathon währte lange. In der Mitte des Heeres siegten die Barbaren, dort stand der persische Stamm selber und der Stamm der Saken. Dort blieben also die Barbaren Sieger, durchbrachen die Reihen der Feinde und verfolgten sie landeinwärts. Auf den beiden Flügeln siegten jedoch die Athener und Plataier. Sie ließen ihre geschlagenen Gegner fliehen und wandten sich gemeinsam gegen die, welche in der Mitte durchgebrochen waren. Dann folgten sie den flüchtenden Persern und trieben sie unter Gemetzel an den Meeresstrand. Dort riefen sie nach Feuerbränden und griffen die Schiffe an. Sieben Schiffe wurden von den Athenern erobert. Mit den übrigen stachen die Barbaren in See, nahmen die auf der Insel zurückgelassenen Sklaven aus Eritrea an Bord und segelten um Sunion herum, um vor dem athenischen Heer die Stadt Athen zu erreichen ... Die Athener aber eilten, so schnell die Füße tragen wollten, zu ihrer Stadt und langten dort wirklich eher an als die Barbaren."
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