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LEXIKON

Jurassic Park

  • Deutscher Titel: Jurassic Park
  • Original-Titel: JURASSIC PARK
  • Land: USA
  • Jahr: 1993
  • Regie: Steven Spielberg
  • Drehbuch: Michael Crichton, David Koepp
  • Kamera: Dean Cundey
  • Schauspieler: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Richard Attenborough
»Saurier« haben schon immer eine außergewöhnliche Faszination auf die Menschen ausgeübt, was sich mit über drei Dutzend Riesenechsen-Filmen auch in der Kinogeschichte niedergeschlagen hat. Steven Spielbergs »Jurassic Park«, der sich anschickt, »E. T.« vom Platz 1 der ewigen Bestsellerliste zu verdrängen, dürfte gerade in puncto Perfektion so etwas wie einen visuellen Endpunkt dieser Entwicklung darstellen. Schon im Vorfeld zeichnet sich weltweit eine »Dino-Manie« ab, die der Spielzeugbranche gute Umsätze beschert.
In dem nach Michael Crichtons Romanvorlage entstandenen Film erweckt ein Milliardär (Richard Attenborough) Dinosaurier zu neuem Leben, indem er ihren genetischen Code aus dem Mageninhalt von bernsteinumhüllten Insekten entschlüsselt, die vor Millionen Jahren die Echsen gestochen haben, die jetzt zu neuem Leben erweckt werden. Die Tiere leben in einem Vergnügungspark, bei dessen Vorbesichtigung drei Wissenschaftler und zwei Kinder infolge technischer Fehler in lebensbedrohliche Situationen geraten.
Bei allen Tricks und Spezialeffekten hat Spielbergs »Jurassic Park« mit Kino im ursprünglichen Sinn nicht mehr viel gemein. Jeder, der die Vorschau sieht, hat eigentlich alles gesehen, was der Film visuell zu bieten hat: Einige Minuten animierte Präsentation von Dinosauriern; die technische Perfektion lässt jedoch keinen Raum mehr für Imagination und Fantasie, ein Ziel, das Kino eigentlich verfolgen sollte. Hinter den technischen Qualitäten der Action-Szenen bleiben die Entwicklung der einzelnen Figuren und die Dialoge weit zurück. So kann Hollywood-Wunderkind Spielberg, der zwei Jahrzehnte lang einzigartige Action-Filme und Märchen von ungewöhnlicher Qualität realisierte (»Der weiße Hai«, 1974; »E. T.«, 1982; »Die Farbe Lila«, 1986), trotz klingelnder Kassen nicht an die künstlerische Qualität der letzten Jahre anknüpfen.
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