Lexikon
Klọpstock
Klopstock, Friedrich Gottlieb
Friedrich Gottlieb Klopstock
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Von literaturgeschichtlicher Bedeutung ist sein biblisches, von J. Milton angeregtes Epos „Der Messias“ (1748–1773), das erste große religiöse Lehrgedicht der neuhochdeutschen Literatur, das er in Prosa begann, dann in Hexametern fortsetzte, und dessen feierlicher Ton und kühne Wortneuschöpfungen seinen Ruhm begründeten. Mit seinem lyrischen Werk (1771 gesammelt in den „Oden“ veröffentlicht) gelang Klopstock die Überwindung der rationalen, von der Regelpoetik bestimmten Aufklärungsliteratur, hin zu einer empfindsamen Erlebnisdichtung, die erhabene Themen wie Freundschaft, Liebe, Natur, Freiheit oder Tod behandelt. Auf griechische und englische Vorbilder zurückgehend, bediente sich Klopstock zunächst antiker Versmaße, dann aber zunehmend freier Rhythmen, um einer enthusiastischen Weltsicht Ausdruck zu verleihen. Sein patriotisches Weihespiel „Hermanns Schlacht“ 1769 zeigt das neu erwachte Interesse an altnordischer Literatur im Rahmen nationaler Identitätsfindung. Mit seiner „Deutschen Gelehrtenrepublik“ 1774, einer zeitkritischen literarischen Utopie, konnte sich Klopstock bei seinen Zeitgenossen nicht durchsetzen.
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