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LEXIKON

Küche

Wirtschaftsraum, der im Familienhaushalt oder Großbetrieb als Arbeitsstätte für die Herstellung der täglichen Mahlzeit benutzt wird. Wichtig ist die Anordnung der Möbel im Raum, um einen geordneten Arbeitsablauf bei möglichst geringem Aufwand an Weg, Zeit und Kraft sicherzustellen. Außerdem muss die Einrichtung dem Gebrauchszweck entsprechen: Koch-, Ess- und Wohnküche. Wichtig sind daneben: Installationen für Gas, Wasser, Elektrizität, gute Beleuchtung und leicht sauber zu haltender Fußboden. Die Grundsätze gelten auch für die Großküche, wobei die Ausstattung mit Maschinen und Geräten den besonderen Erfordernissen entspricht.

Geschichtliches

In Mesopotamien ist die Küche als eigenständiger Raum schon um 2000 v. Chr. nachweisbar, in Griechenland seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Klöster und Burgen des Mittelalters besaßen Küchen mit gemauerten Rauchfängen, teilweise in eigenen Gebäuden. Im späten Mittelalter gab es auch in Bauern- und Bürgerhäusern die Küche als separaten Raum, daneben blieb ihre Funktion als Mehrzweckraum in den Alpen und in Niederdeutschland noch erhalten. Der geschlossene Herd löste die Rauchfänge erst im 19. Jahrhundert ab. Eine durchgeplante Einbauküche wird erst ab dem 20. Jahrhundert bevorzugt.
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