Lexikon

Milieu

[milˈjø:; das; französisch]
von H. Taine eingeführte Bezeichnung für Umwelt. In der Geschichtswissenschaft ist Milieutheorie die Erfassung der historischen Persönlichkeiten durch den Inbegriff aller Faktoren, die auf sie eingewirkt haben, von der Landschaft bis zum Zeitgeist. Die der Milieutheorie anhängenden Sozialwissenschaftler betrachten den einzelnen Menschen als das Produkt seiner sozialen Verhältnisse, nicht seiner genetischen Anlage. In der Entwicklungslehre ist J.-B. Lamarck der Begründer einer extremen Milieulehre, die die phylogenetischen Veränderungen als Anpassungen an wechselnde Milieufaktoren erklären will. Darwinismus, Kriminalsoziologie.
Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben ein Holzstempel mit schwarzem Gummi.
Wissenschaft

Cum hoc ergo propter hoc

Warum wir manchmal auch dort Zusammenhänge sehen, wo gar keine sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Der kompliziert klingende lateinische Merksatz „Cum hoc ergo propter hoc“ – wörtlich übersetzt: „Mit diesem, folglich deswegen“ – bezeichnet ein weit verbreitetes Phänomen, das in allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens,...

Wissenschaft

Giftige Reiswaffeln?

Bayreuther Forschende identifizierten eine lang verborgene Arsen-verbindung, die sich auch in hoher Konzentration in Reiswaffeln finden lässt. von TAMARA WORZEWSKI Ich rate meinem Bekanntenkreis, von Reiswaffeln vorerst Abstand zu nehmen“, sagt Stephan Clemens von der Universität Bayreuth. Seit er gemeinsam mit Britta Planer-...

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