Lexikon
Montherlant
[
mɔ̃tɛrˈlã
]Henry de, französischer Schriftsteller, * 21. 4. 1896 Neuilly-sur-Seine, † 21. 9. 1972 Paris (Selbstmord); von aristokratischer Grundhaltung, stellte das Kraftvolle und sog. männliche Tugenden dar; psychologische Charakterzeichnung; strebte nach einem klassischen Stil; Romane: „Die Tiermenschen“ 1926, deutsch 1929; „Erbarmen mit den Frauen“, 4 Bände 1936–1939, deutsch 1957; „Das Chaos und die Nacht“ 1963, deutsch 1964; „Ein Mörder ist mein Herr und Meister“ 1971, deutsch 1973; Dramen: „Die tote Königin“ 1942, deutsch 1948; „Die Ordensmeister“ 1947, deutsch 1949; „Port-Royal“ 1954, deutsch 1956; „Der Bürgerkrieg“ 1965, deutsch 1965.
- Erscheinungsjahr: 1926
- Veröffentlicht: Frankreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Tiermenschen
- Original-Titel: Les Bestiaires
- Genre: Roman
Der 1925-1933 in Italien, Spanien und Afrika reisende Henry de Montherlant (* 1896, † 1972), der sich seit dem 15. Lebensjahr im Stierkampf ausgebildet hat und 1925 bei einer Fiesta in Spanien verletzt worden ist, feiert in seinem Roman »Tiermenschen« den Mythos Spanien, den Mythos des Stierkampfs und den Mythos einer Männerwelt, in der »nur die Lust ernst« ist und der Stierkampf die vollkommenste Art der Selbstverwirklichung bietet. – Bereits 1928 erscheint das Werk in deutscher Übersetzung.
- Erscheinungsjahr: 1965
- Veröffentlicht: Frankreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Der Bürgerkrieg
- Original-Titel: La Guerre Civil
- Genre: Schauspiel in drei Akten
Als Lehrstück gegen den Parlamentarismus der Fünften Republik in Frankreich wird Henry de Montherlants (* 1896, † 1972) Schauspiel »Der Bürgerkrieg« aufgefasst, das am 26. Januar im Théâtre de l'Œuvre in Paris uraufgeführt wird. Dramatisiert wird der Bürgerkrieg zwischen Cäsar und Pompejus, die 48 v.Chr. im Namen einer diktatorisch verstandenen »Freiheit« gegeneinander kämpfen, zwei eitle Wichtigtuer, die nur auf Machterwerb und Publicity aus sind. Cato, der mit seinem Bekenntnis zum Rechtsstaat nicht mehr in die politische Landschaft passt, wird verbannt.
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