Lexikon
niederländische Kunst
Plastik
Die Frühzeit der niederländischen Bildhauerkunst ist reich an Werken der Elfenbeinschnitzerei, des Metallgusses (Lüttich, Taufbecken, 12. Jahrhundert) und der Goldschmiedekunst (Nikolaus von Verdun). Um 1400 erreichte die niederländische Plastik mit dem Werk C. Sluters europäische Geltung; im 15. Jahrhundert wirkten die Schulen von Tournai, Brügge, Brüssel und Antwerpen. In der Zeit des Manierismus traten als bedeutende Bildhauer C. Floris und F. Duquesnoy hervor, daneben die überwiegend im Ausland tätigen A. Colin von Mecheln, A. de Vries, H. Gerhard und G. da Bologna. Die barocke Plastik, von der italienischen abhängig, fand ein weiteres Aufgabengebiet in der Ausstattung katholischer Kirchen (Altäre, Kanzeln, Grabmäler). Ihre Meister waren oft gleichzeitig Architekten.
Die durch Rubens angeregte Plastik im Süden (vertreten durch Künstlerfamilien wie die Duquesnoy, Faydherbe, Quellinus, Verbruggen) war dynamischer als die Bildhauerkunst des Nordens (J. van Campen, H. de Keyser, R. Verhulst). Erst im 20. Jahrhundert sind holländische Plastiker wieder über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt geworden (R. Wouters, G. Vantongerloo, C. Permeke, André Volten u. a.).
- Einleitung
- Architektur
- Plastik
- Malerei
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