Lexikon

Nietzsche

Griechenland, Schopenhauer und Wagner

Nietzsches Denken stand zunächst unter dem Einfluss der griechischen Antike, der Philosophie A. Schopenhauers und der Musik R. Wagners. Bei Schopenhauer fand er eine Philosophie vor, die sich vom idealistischen Denken abwandte und den Willen als bestimmendes Element sah. Die griechische Antike galt Nietzsche als Modell einer geglückten Kultur, deren Kunstschaffen von den entgegengesetzten Mächten des Apollinischen und Dionysischen (des Maßvollen und des Rauschhaften) bestimmt sei. In der Schrift „Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik“ 1872 deutete Nietzsche die Musik Wagners, die ebenfalls das Apollinische und Dionysische in sich trage, als die Wiedergeburt der untergegangenen griechischen Tragödie. In den kulturkritischen Schriften „Unzeitgemäße Betrachtungen“ (4 Bände 18731876) wandte sich Nietzsche gegen schwärmerische Religiosität und die Dominanz der historischen Wissenschaften. 1878 erfolgte der Bruch mit Wagner. Die folgenden Werke („Menschliches Allzumenschliches“ 18781880, „Morgenröte“ 1881, „Die fröhliche Wissenschaft“ 1882) zeigen den Umschwung in eine kritische, gegen Kunst und Metaphysik gerichtete zweite Phase, die vom naturwissenschaftlich-positivistischen Denken geprägt ist. Ausdruck dieses Wandels ist die Hinwendung zur aphoristischen Darstellungsform.
  1. Einleitung
  2. Griechenland, Schopenhauer und Wagner
  3. Nihilismus Die Entwertung aller Werte
  4. Nachwirkung
Nachbarwelt, Außergewöhnlich, Himmel
Wissenschaft

Lebensfreundliche Nachbarwelt

In den Venus-Wolken könnten exotische Ökosysteme existieren. Neue Raumsonden sollen sie erkunden. von RÜDIGER VAAS Die Entdeckung des Biomarkers Monophosphan in der Venus-Atmosphäre hat wieder die Frage nach möglichem Leben auf unserem Nachbarplaneten aufgeworfen. Kaum bekannt ist, dass diese Frage im modernen...

Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben schwarzer Stempel mit aufgedrucktem Text.
Wissenschaft

Wenn Fingergelenke Krach machen

Was es mit dem Knacken in den Gelenken auf sich hat und ob es schädlich ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Manche tun es aus Nervosität, andere erfreuen sich an dem befreienden Gefühl, wenn die Spannung im Gelenk plötzlich mit deutlichem Knacken nachlässt, und wieder andere wollen mit dem Geräusch offenbar vor allem ihre...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon