Lexikon
Österreichische Volkspartei
Abkürzung ÖVP, im April 1945 von L. Kunschak, F. Hurdes, L. Figl, J. Raab, L. Weinberger und H. Pernter gegründete österreichische Partei.
Die ÖVP ist an den Grundsätzen der christlichen Soziallehre orientiert und besteht aus 3 Bünden (Bauernbund, Arbeiter- und Angestelltenbund, Wirtschaftsbund). Im Gegensatz zur Haltung ihrer Vorläuferin, der Christlichsozialen Partei in den Jahren 1919–1934, tritt die ÖVP entschieden für die parlamentarische Demokratie ein.
1945–1966 stellte die ÖVP in der Großen Koalition mit der SPÖ den Bundeskanzler, 1966–1970 regierte sie allein, 1970–1987 war sie in der Opposition, 1987–2000 regierte sie wieder mit der SPÖ. 2000 stellte sie in einer Koalition mit der FPÖ den Regierungschef (Wolfgang Schüssel). Diese Koalition scheiterte 2002, wurde dann aber nach vorgezogenen Neuwahlen fortgesetzt. 2005 bildete die ÖVP mit dem von der FPÖ abgespaltenen Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) eine Regierung. 2007/08 regierte die ÖVP erneut mit der SPÖ. Bei vorgezogenen Neuwahlen 2008 verzeichnete die ÖVP mit 26,0 % der Stimmen das schlechteste Ergebnis seit ihrer Gründung. Nach diesen Wahlen bildete die ÖVP erneut eine Koalition mit der SPÖ.
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