Lexikon

Olỵmpia

altgriechisches Heiligtum für Zeus und Hera in der Landschaft Elis, im Nordwesten des Peloponnes, berühmteste Wettkampfstätte des Altertums, 522 und 551 n. Chr. von Überschwemmungen und Erdbeben betroffen. – Die ersten Ausgrabungen machte 1829 eine französische Expedition, die einige Metopen des Zeustempels barg (heute Paris, Louvre). Spätere deutsche Grabungen (1875–1880, 1937–1942 und seit 1952, u. a. durch E. Curtius und W. Dörpfeld) förderten die Ruinen folgender Bauwerke zu Tage: das Heraion, einer der ältesten griechischen Tempel (Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr.); darin der Hermes des Praxiteles; den 470–456 v. Chr. von Libon von Elis erbauten Zeustempel mit Giebelskulpturen und Metopen sowie mit dem aus literarischen Nachrichten und von Münzen bekannten, aus Gold und Elfenbein gefertigten Zeusbild des Phidias (Weltwunder); das Metroon (Tempel der Göttermutter) und Bauten, die, wie das Gymnasion und Stadion, mit den Olympischen Spielen in Zusammenhang standen. Unter den gefundenen Einzelbildwerken ragt die Nike des Paionios hervor.
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